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05.03.2012

17:13 Uhr

Energieverbrauch

Erneuerbare hängen Kernenergie ab

Die Energiewende kommt in der Statistik an. Sonne, Wind und Wasser deckten 2011 mehr als zehn Prozent des deutschen Energieverbrauchs und damit mehr als die Kernenergie. Der Gesamtverbrauch sank auf ein 40-Jahres-Tief.

Die Energiepreise steigen - aber der Verbrauch ist 2011 gesunken. dpa

Die Energiepreise steigen - aber der Verbrauch ist 2011 gesunken.

Köln, BerlinDas Reaktorunglück im japanischen Fukushima läutete vor einem Jahr die Abkehr von der Atomenergie in Deutschland ein. Acht Kernkraftwerke gingen im August vom Netz und in der Jahresstatistik schlägt sich das deutlich nieder. Die aus Strom, Wind und anderen erneuerbaren Energieträgern produzierte Energie deckte 2011 fast elf Prozent des gesamten Verbrauchs in Deutschland und damit erstmals mehr als die Kernenergie. Deren Anteil purzelte von knapp elf Prozent im Vorjahr auf noch 8,8 Prozent. Das teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) am Montag in Köln mit.

Der gesamte Energieverbrauch war im vergangenen Jahr zudem so niedrig wie seit rund 40 Jahren nicht mehr - vor allem wegen der milden Witterung. Im Vergleich zum Vorjahr wurde mit 456 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten fünf Prozent weniger Primärenergie - also etwa Kohle, Gas, Wind, Mineralöl oder Kernenergie - genutzt. Damit habe der Verbrauch das Niveau von 2009 leicht unterschritten, als infolge der Konjunkturkrise der niedrigste Wert seit Anfang der 1970er Jahre von der AGEB berechnet worden war. Der Energiemix im Primärenergieverbrauch ist nicht mit dem der Stromerzeugung zu verwechseln, da im Gesamtverbrauch auch der Energiebedarf jenseits der Elektrizität erfasst wird.

So schlugen sich die im Jahresmittel milden Temperaturen in einer rückläufigen Nachfrage nach Heizenergie nieder. Auch wegen des hohen Preisniveaus war der Verbrauch von Erdgas und Mineralöl rückläufig. Bemerkenswert sei, dass der geringe Gesamtverbrauch in einem konjunkturell äußerst starken Jahr erzielt wurde, so die AGEB. So wurde der Primärenergieverbrauch des Krisenjahres 2009 noch einmal unterschritten. Einen Anteil daran hatte auch, dass die Energieeffizienz gestiegen ist.

Je Euro Wirtschaftsleistung seien rund 3 Prozent weniger Energie eingesetzt als im Vorjahr, was als „außergewöhnlich“ bezeichnet werden könne. Im langjährigen Durchschnitt sei die Energieeffizienz wachse die Energieeffizienz um etwa die Hälfte. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) zufolge gäben die Daten der Bundesregierung „Rückenwind für die weitere Umsetzung der Energiewende“.

Kommentare (20)

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Scheindiskussion

05.03.2012, 18:25 Uhr

Warum erfahren wir in den "freien" Medien nichts über Freieenergie???

Ist sie nicht gewollt weil sie kein Geld kostet?

http://ezinearticles.com/?Free-Energy-Systems-For-Free-and-Cheap-Electricity&id=4887115

tsabo

05.03.2012, 18:26 Uhr

ja - properzenklaus - hat vollkommen recht.
Bei uns haben Grüne, Rote usw.. das Schulhausdach gemietet und eine Solaranlage errichtet..und kassieren jetzt 20 Jahre lange 8-12 % Rendite und wer zahls mit.. der sozial schwachen und auch der Hartz IV Empfänger, Alleinstehende und Rentner..- da muss man nichts mehr sagen.. Nur fragen wer sind die größeren Absahner die Gutmenschnen oder der Wulff.. - ausrechenen kann sich das jeder selbst...

Herbert_Sax

05.03.2012, 18:36 Uhr

Wie kann man den Jahresmittelwert des Zufallsstroms Wind und Sonne mit dem permanent verfügbaren Grundlaststrom vergleichen. Dieser Beitrag ist unterirdisch und zudem noch falsch weil der aus Frankreich und Tschechien importierte Atomstrom hier leider nicht mitgezählt wurde, der jetzt nicht mehr aus unseren abgeschalteten AKWs kommt. Vom Handelblatt sollte man eigentlich eine Mindestqualität bei Artikeln erwarten.

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