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13.03.2013

11:05 Uhr

Energieversorger

Eon-Vorstand unter Strom

VonAndreas Dörnfelder

Der Ausblick ist zwar mau, trotzdem darf Eon-Chef Teyssen weitermachen: Der Aufsichtsrat verlängert seinen Vertrag. Allerdings setzt ihn das Kontrollgremium mit einer weiteren Personalie unter Druck.

Teyssen krempelt Eon um

Video: Teyssen krempelt Eon um

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DüsseldorfJohannes Teyssen dürfte heute mit gemischten Gefühlen zur Vorlage seiner Bilanzzahlen gekommen sein. Am Dienstag hatte ihm der Aufsichtsrat das Vertrauen ausgesprochen und den Vertrag bis 2018 verlängert, der ihm zuletzt 4,5 Millionen Euro Jahressalär einbrachte. Gleichzeitig stellt ihm das Kontrollgremium aber den Ex-RWE-Vorstand Leonhard Birnbaum an die Seite.

Den Schritt kann man durchaus als Drohgebärde verstehen. Denn Birnbaum werden bei Eon Ambitionen auf den Chefposten nachgesagt. Der erfahrene Manager hatte es abgelehnt, seinen im Herbst auslaufenden Kontrakt bei RWE zu verlängern. Er soll schon zum 1. Juli direkt vom Essener Rivalen nach Düsseldorf wechseln.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Es ist nicht die einzige pikante Personalie bei Eon. Klaus-Dieter Maubach, seit 2010 Technologievorstand, scheidet Ende März aus dem Konzern aus. „In beidseitigem Einvernehmen“, wie es heißt. Doch hinter der Floskel verbirgt sich offenbar Unmut. Maubach hatte höhere Ambitionen, hört man aus dem Umfeld des Energieriesen. Doch die sollen einen Dämpfer erhalten haben, seit Eon kaum noch Neubauprojekte in Angriff nimmt.

Für große Sprünge fehlt es dem Unternehmen schlicht an Geld. Zwar ist Eon im vergangenen Jahr mit einem Gewinn von 2,6 Milliarden Euro in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Beim Ausblick auf 2013 gibt sich der Konzern aber weiterhin verhalten. Bereits im November hatte Eon seine Prognose heruntergeschraubt. Daran hielt der Konzern bei der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch fest.

Wie auch die anderen großen Energieversorger kürzt Eon seine Ausgaben. Das zeigt sich auch in den Mitarbeiterzahlen, die zuletzt von knapp 79.000 auf nur noch gut 72.000 zurückgingen. Bis 2015 streicht Eon weltweit 11.000 Arbeitsplätze, davon 6000 in Deutschland.

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Das Sparprogramm ist eine große Herausforderung für Personalchefin Regine Stachelhaus. Doch die 57-Jährige verabschiedet sich aus der Führungsspitze. Stachelhaus begründet den Schritt mit einem schweren Krankheitsfall in ihrer Familie. Bei Arbeitnehmervertretern soll die Managerin umstritten gewesen sein. Ihr Nachfolger Mike Winkel stößt nach Informationen des Handelsblatts ebenfalls auf Vorbehalte der Arbeitnehmerseite. Diese hat sich offenbar ein größeres Mitspracherecht gewünscht.

Seinen Vertrag bis 2018 verlängert bekam der Norweger Jørgen Kildahl, der unter anderem für Erneuerbaren Energien verantwortlich ist. Bernhard Reutersberg, Koordinator der regionalen Einheiten von Eon, erhielt einen neuen Kontrakt bis 2016. Dann erreicht er die Altersgrenze von 62 Jahren. Der Vertrag von Finanzvorstand Marcus Schenck läuft noch bis Ende 2014.

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