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11.10.2011

17:54 Uhr

Vattenfall-Bürohaus in Berlin: Der Konzern trennt sich von seinen Netzen. dpa

Vattenfall-Bürohaus in Berlin: Der Konzern trennt sich von seinen Netzen.

HelsinkiDer schwedische Energiekonzern Vattenfall hat Insidern zufolge mit dem Verkauf von Leitungsnetzen in Finnland begonnen. Infrastrukturfonds könnten dafür mehr als eine Milliarde Euro zahlen, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen am Dienstag. Die beratenden Institute Deutsche Bank und Danske Bank haben Finanzkreisen zufolge Interessenten bereits vertrauliche Vereinbarungen zugesandt.

Herzstück des Verkaufs ist Vattenfalls Hochspannungsnetz. Vattenfall ist einer der größten Energieversorger in Europa und verkauft derzeit Teile seines Geschäfts, um Kosten zu senken und seine Schulden abzubauen. Der deutsche Atomausstieg verschärft dabei den Druck, weil lukrative Einnahmen wegbrechen.

Zuletzt hatte der deutsche Energiekonzern RWE bekannt gegeben, sich von seinem Stromnetz in Deutschland zu trennen. Der Verkauf der Tochter Amprion an eine Investorengruppe um die Commerzbank sei perfekt, hieß es in Finanzkreisen. Der Kaufpreis betrage etwas mehr als eine Milliarde Euro - inklusive Schulden. RWE werde aber noch eine Minderheitsbeteiligung von rund 25 Prozent behalten. Der Konzern selbst lehnte einen Kommentar ab.

Amprion ist eines von vier Unternehmen, die für eine Region der deutschen Höchstspannungsleitungen zuständig sind. Es betreibt 11 000 Kilometer an Leitungen in West- und Südwestdeutschland, über die 25 Millionen Einwohner versorgt werden.

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