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27.01.2009

15:29 Uhr

Energieversorger

Verivox steht offenbar zum Verkauf

Nach Medienberichten erwägt das irische Verlagshaus Independent News&Media einen Verkauf des deutschen Tarifvergleichportals Verivox. Der Konzern wolle mindestens 100 Millionen Euro zum Schuldenabbau erlösen.

Strom-, Gas-oder Handy-Tarif: Inzwischen tummeln sich etliche Anbieter im Markt für Verbraucherportale. Foto: AP ap

Strom-, Gas-oder Handy-Tarif: Inzwischen tummeln sich etliche Anbieter im Markt für Verbraucherportale. Foto: AP

HB DUBLIN. Das irische Verlagshaus Independent News & Media erwägt einem Zeitungsbericht zufolge den Verkauf des deutschen Tarifvergleichportals Verivox. Durch die Veräußerung von Unternehmensteilen wolle der irische Medienkonzern mindestens 100 Millionen Euro zum Schuldenabbau erlösen, berichtete die "Sunday Business Post".

Zu den Verkaufskandidaten zählten neben Verivox unter anderem das britische Online-Bingo-Geschäft Cashcade und die Zeitung London Independent. Ein Sprecher des Konzerns sagte, dass das Unternehmen die Märkte in den kommenden Wochen informieren wolle, sich derzeit aber nicht zu Einzelheiten äußere.

Das Verbraucherportal Verivox vergleicht Preise für Strom und Gas sowie Telefon-, Handy-, DSL- und Internettarife im Internet. Erst Ende der vergangenen Woche hatte das Unternehmen angekündigt, knapp ein Drittel seiner Mitarbeiter zu entlassen. Bis Ende Februar würden 84 der bislang knapp 300 Stellen abgebaut, sagte eine Sprecherin. Die betriebsbedingten Kündigungen seien erforderlich, um das Unternehmen erfolgreich weiterführen zu können. Die betroffenen Mitarbeiter erhalten teilweise Abfindungen. Es handelt sich den Angaben zufolge um 33 Vollzeitkräfte und 51 Teilzeitkräfte, darunter viele Studenten.

Hintergrund sei der technische Fortschritt und die rasante Entwicklung des Marktes der Verbraucherportale. "Inzwischen bieten viele Versorger günstige Online-Angebote und der Wechsel wird auch direkt im Internet vollzogen", sagte die Sprecherin. Damit werde die Arbeit für Verivox weniger.

Dem Unternehmen gehe es aber nicht schlecht, betonte die Sprecherin. Verivox habe seinen Umsatz 2008 auf rund 30 Millionen Euro erhöht und erwarte weiteres Wachstum für das laufende Jahr.

Verivox bietet nicht nur einen unabhängigen Preisvergleich, sondern ist auch Partner vieler Energieanbieter. Diese zahlen dem Heidelberger Unternehmen Provision für einen erfolgreichen Wechsel.

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