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01.10.2012

16:32 Uhr

Energiewende

Bosch zweifelt an seiner Solarsparte

Bosch hat sein Solargeschäft aufgrund der unsicheren Energiewende infrage gestellt. Der Technologiekonzern sieht Schwierigkeiten bei der dauerhaften Subventionierung. Die politische Unsicherheit sei hinderlich, hieß es.

Im August wurde bekannt, dass Bosch Solar in Erfurt schließt. dpa

Im August wurde bekannt, dass Bosch Solar in Erfurt schließt.

StuttgartDer Technologiekonzern Bosch stellt seine Solarsparte wegen Unsicherheiten der Energiewende infrage. „Selbst ein langfristig orientiertes Unternehmen wie Bosch kann nicht auf Dauer ein Zukunftsgeschäft wie die Fotovoltaik subventionieren - langfristig heißt nicht ewig“, sagte Bosch-Aufsichtsratschef Franz Fehrenbach der „Financial Times Deutschland“ (Montag).

Bereits im August war bekanntgeworden, dass Bosch Solar sein Werk in Erfurt schließt. Der Autozulieferer will bis zum Jahresende über die Zukunft der Sparte entscheiden. Neben dem Preisverfall in der Branche sieht Fehrenbach auch politische Unentschlossenheit als Hindernis, wie das Blatt berichtet.

Bosch investiert sei einigen Jahren in die Solarbranche, die nach einem ruinösen Preiswettbewerb durch Billigkonkurrenz aus China erheblich unter Druck steht. Im vergangenen Jahr hatte Bosch im Bereich Industrietechnik, zu dem die Fotovoltaik gehört, einen operativen Verlust von 364 Millionen Euro verbucht.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Thomas

01.10.2012, 17:25 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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Account gelöscht!

01.10.2012, 19:25 Uhr

Das ist eine allzu durchsichtige Nummer mit nur einem Ziel für das Unternehmen: Subventionen (gegen Arbeitsplätze) zu bekommen.

Man kann auch sagen: hier wird offenkundig ganz unverhohlen Druck auf Deutschland ausgeübt.

Warum sonst hat der Laden vor kurzem noch den Vorstand in den wesentlichen Funktionen ausgetauscht? Wohl eher nicht, um hier interne Topleute zu vergrätzen. (Oder sind das etwa Abstiegskandidaten?)

Dumm ware Berlin, hier beizugeben.

Der Laden hat sich den Murks eingbrockt, nun sollte er auch den Mumm haben, es durchzustehen.

Und zwar bitte ohne öffentlich zu weinen. Das ist nur noch lächerlich.

vpl59

02.10.2012, 11:40 Uhr

Jede Technologie braucht zu Beginn Subventionen. Unser Atomstrom ist beispielsweise drei mal höher subventioniert als der Strom aus Erneuerbaren Energien. Nur das ist im Laufe der Zeit politisch verwischt worden. Natürlich muss hier der Bund noch zwei bis drei Jahre zuverlässig helfen. Aber bisher wird nur ohne Plan gekürzt. An der Französischen Grenze hatte ein AKW erst gestern wieder einen Störfall. Das ist Alles zu unsicher. Wir brauchen einfach schnellstens große Speicherkapazitäten und Neue Netze. Aber das Neue Netz wäre auch für AKW´s nötig gewesen, nur in etwas geringerem Umfang. Unsere Regierung braucht jetzt Mut zu Entscheidungen, sonst wird Merkel im Wahlkampf untergehen. Altmaier hat das bereits erkannt (Netzanteilsscheine für Bürger)...

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