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08.06.2011

09:38 Uhr

Energiewende

Solarbranche rechnet mit sechs Prozent weniger Förderung

Der Bundesverband Solarwirtschaft glaubt an eine Kürzung der Photovoltaikförderung von etwa sechs Prozent. Diese Zahl könnte jedoch auch höher ausfallen, wenn in diesem Jahr mehr Solaranlagen als erwartet gebaut werden.

Die Förderung für Photovoltaik orientiert sich an den gebauten Solaranlagen. Quelle: dpa

Die Förderung für Photovoltaik orientiert sich an den gebauten Solaranlagen.

MünchenDie Solarbranche geht für den Sommer von einer Kürzung der Photovoltaikförderung um sechs Prozent aus. Dies sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW), Carsten Körnig, anlässlich der an diesem Mittwoch in München startenden Branchenmesse "Intersolar" (bis 10. Juni).

Nach einem schwachen Jahresauftakt sei der Solarmarkt zu Beginn des zweiten Quartals angezogen, in welchem Umfang sei aber noch nicht klar. Beobachter warten mit Spannung auf Aussagen der Unternehmen, inwieweit die Atomkatastrophe in Japan und die danach vollzogene Energiewende in Deutschland für Aufwind in der Branche sorgt.

Um wie viel Prozent die Förderung im Sommer gesenkt wird, richtet sich nach der erwarteten Menge der neu installierten Solarleistung in Deutschland in diesem Jahr. Um diese zu berechnen, erhebt die Bundesnetzagentur die neu hinzu gebaute Menge von März bis Mai und rechnet diese auf das ganze Jahr hoch. Die Ergebnisse der Erhebungen werden in den kommenden Tagen erwartet.

Branchenkreise gehen derzeit von einem Zubau von etwas mehr als 4,5 Gigawatt aus, diese hätte dann die auch vom BSW erwartete Kürzung von sechs Prozent zur Konsequenz. Sollte sich im Laufe des Jahres herausstellen, dass doch mehr Solaranlagen als erwartet aufgebaut werden, würde Anfang Januar bei der dann anstehenden planmäßigen Kürzung noch nachgelegt.

Von

dpa

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