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15.03.2011

12:40 Uhr

Energiewirtschaft

Enel setzt auf Atomenergie

Der größte italienische Stromversorger Enel rechnet mit starkem Wachstum. Das Unternehmen will kräftig investieren und plant den Bau von vier Reaktoren.

Ein Kraftwerk von Enel in der Nähe von Rom. Der Konzern hofft auf die Wiedereinführung der Atomenergie in Italien und will dann in den Ausbau von vier Reaktoren investieren. Quelle: Reuters

Ein Kraftwerk von Enel in der Nähe von Rom. Der Konzern hofft auf die Wiedereinführung der Atomenergie in Italien und will dann in den Ausbau von vier Reaktoren investieren.

Mailand

Der italienische Energiekonzern Enel will bis 2015 kräftig investieren und setzt trotz der dramatischen Vorfälle in Japan weiter auf eine Renaissance der Atomenergie in Italien.

Auf 31 Milliarden Euro bezifferte das Unternehmen am Dienstag die Investitionen bis 2015. Enel will vor allem in einen Energiemix investieren, zu dem maßgeblich die Atomkraft zählt. Zusammen mit dem französischen Versorger EDF will Enel in den nächsten Jahren vier Reaktoren in Italien bauen. Der erste dieser neuen Meiler soll spätestens 2020 ans Netzt gehen.

Im Juni ist eine Volksabstimmung unter anderem um die von der Regierung geplante Rückkehr zur Kernkraft angesetzt. Italien war nach einer Volksabstimmung 1987 aus der Atomenergie ausgestiegen. Bislang liegt der Atomanteil an der gesamten Stromerzeugung von Enel bei 14,2 Prozent. Der Konzern ist derzeit an elf Kernkraftwerken in Spanien und der Slowakei beteiligt.

Im Gegensatz zu seinen deutschen Konkurrenten Eon und RWE rechnet Enel in den nächsten Jahren auch mit kräftigen Gewinnsteigerungen. So soll der Überschuss von 4,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr bis 2015 auf 5,8 Milliarden Euro steigen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen will der Konzern von rund 17,5 Milliarden Euro 2010 auf 20 Milliarden 2015 steigern.

In diesem Jahr erwartet Enel aber zunächst eine Stagnation. Die deutschen Energiekonzerne rechnen in den kommenden Jahren vor allem wegen politischer Einschnitte mit Gewinnrückgängen bis 2013.

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