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01.11.2011

10:40 Uhr

Entgegen Erwartungen

DSM verbucht überraschend Ergebnisplus

Dem Chemieriesen aus den Niederlanden hatten Experten wegen der nachlassenden Nachfrage das deutlich höhere Ergebnis nicht zugetraut. Gewinn und Umsatz lagen über den Erwartungen der Analysten.

Der Chemiekonzern DSM hält das Unternehmen an seiner Prognose eines starken Gesamtjahres 2011 fest. ap

Der Chemiekonzern DSM hält das Unternehmen an seiner Prognose eines starken Gesamtjahres 2011 fest.

AmsterdamDer niederländische Chemiekonzern DSM hat trotz nachlassender Nachfrage mit einem deutlich höheren Ergebnis überrascht. Im dritten Quartal kletterte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um mehr als ein Drittel auf 231 Millionen Euro. Auch beim Umsatz lag der Konzern mit 2,32 Milliarden Euro über den Erwartungen der Analysten.

Vor allem die Bau- und Elektroniksektoren hätten sich in den vergangenen Monaten abgeschwächt, sagte Vorstandschef Feike Sijbesma am Dienstag. Dennoch hält das Unternehmen an seiner Prognose eines starken Gesamtjahres 2011 fest. Das trübe Umfeld hat DSM auch nicht den Appetit auf Übernahmen verdorben. Der Konzern halte nach wie vor nach Zukaufsmöglichkeiten Ausschau und habe dafür zwei Milliarden Euro in der Tasche, ohne sich bei den Aktionären frisches Geld holen zu müssen, sagte Finanzchef Rolf-Dieter Schwalb.

Auch im vierten Quartal habe sich keine Belebung in den schwächelnden Bau- und Elektronikbranchen gezeigt, sagte Schwalb weiter. Für einen Ausblick auf das nächste Jahr sei es daher noch zu früh. Im Bausektor rechnet DSM auch in den kommenden Jahren nicht mit einer Erholung. Einen Lichtblick sieht der Konzern allerdings auf der Kostenseite: Die steigenden Preise für Rohstoffe hätten sich mittlerweile stabilisiert.

Mit seinen Prognosen folgt DSM Industriegrößen wie BASF, Dow Chemical und Bayer, die sich alle auf stärkeren Gegenwind in den kommenden Monaten einstellen. Branchenprimus BASF beispielsweise hatte vor wenigen Tagen darauf hingewiesen, dass manche Chemiekunden angesichts der unsicheren Konjunktur Vorräte abbauen und Bestellungen in Erwartung sinkender Preise hinauszögern würden. Der US-Rivale Dow Chemical hatte vor einer Abschwächung vor allem in den Industriestaaten gewarnt.

Von

rtr

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