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05.12.2013

10:41 Uhr

Entscheidung von General Motors

Chevrolet räumt für Opel das Feld

Gute Nachrichten für Opel: Konzernmutter General Motors zieht seine Marke Chevrolet aus Europa zurück – und beendet somit den internen Konkurrenzkampf. Einige legendäre Modelle bleiben aber auf dem Markt.

„Das Vertrauen in Opel wächst“: Der Autobauer General Motors stärkt die Marke, indem er die interne Konkurrenz mit Chevrolet beendet. dapd

„Das Vertrauen in Opel wächst“: Der Autobauer General Motors stärkt die Marke, indem er die interne Konkurrenz mit Chevrolet beendet.

HamburgGeneral Motors beendet seinen konzerninternen Markenkampf und zieht Chevrolet Ende 2015 aus Europa zurück. „Mit diesem Schritt können wir unsere Ressourcen darauf konzentrieren, die Marke und das Geschäft von Opel/Vauxhall zu stärken“, sagte GM-Vize und Opel-Aufsichtsratschef Stephen J. Girsky am Donnerstag. „Unser Vertrauen in die Marken Opel und Vauxhall in Europa wächst“, begründete er den Schritt.

Die meist in Südkorea für den europäischen Markt gebauten Chevrolet-Kleinwagen dümpeln seit Jahren bei etwa einem Prozent Marktanteil, Opel und die britische Schwester Vauxhall kommen auf sechs Prozent. In den ersten zehn Monaten 2013 verkaufte Chevy in Europa (EU und Efta) nach Zahlen des Branchenverbands Acea 25 752 Fahrzeuge - 17,4 Prozent weniger als im Vorjahr. „Die Finanzergebnisse sind inakzeptabel“, sagte Girsky.

Von 2016 an werde Chevrolet in Europa nur noch US-Ikonen wie die Corvette verkaufen. Nur in Russland und den sogenannten GUS-Staaten sollen weiter auch die Kleinwagen der viertgrößten Automarke der Welt auf dem Markt bleiben. Die 2005 in Europa neu aufgestellte Marke hat auf dem alten Kontinent 520 Beschäftigte und 1900 Händler.

Die finanziellen Belastungen durch den Rückzug bezifferte der US-Konzern auf 700 Millionen bis eine Milliarde Dollar. Die Kosten, die vor allem für Wertberichtigungen, den Umbau des Händlernetzes und Preisabschläge anfallen, sollen im Schlussquartal 2013 und in den ersten drei Monaten 2014 verdaut werden.

GM nimmt die Belastungen in Kauf, weil man sich angesichts der Dauerkrise in Europa den Aufwand für zwei Volumenmarken nicht mehr leisten will. Die Adam Opel AG und GM Europa würden dadurch nicht belastet. Wie sich dies aber auf das Ziel von Opel auswirkt, bis 2016 die Gewinnzone zu erreichen, blieb zunächst offen.

Kommentare (6)

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Pikenier

05.12.2013, 10:17 Uhr

Endlich sehen die miesesten Manager der Welt, die Detroiter GM Schwachköpfe ein, dass auf einem entwickelten Kontinent wie Europa mit amerikanischer Billigstwiemöglich Qualität kein Krieg zu gewinnen ist.
Den in der Zwischenzeit verursachten Schaden an Opel, Saab und enteigneten GM Aktionären werden Sie nun dank dem anstelle Industrietechnik hochentwickelten Juristenapparatschik ganz in umgekehrter amerikanischer Klagementalität restlos entschädigen.
Mutti muss darüber wachen, sie hat ja jetzt Zeit und kommunistischen Support endlich mal sowas zu tun, Europas Lethargie zu beenden.

Gast

05.12.2013, 11:15 Uhr

So ein Käse.
Als ob Chevrolet Kunden dann Opel kaufen würden. Die gehen dann zu Skoda, Dacia oder Hyundai.
Opels problem ist eifach, dass die anderen bessere Autos bauen. Einen BMW 328i kann man sich so zusammenstellen, dass man den gleichen Preis wie bei einem Insignia 2.0 Turbo hat.
Beide Auto saben ca. 250PS. Nur geht der BWM in 6,1 Sekunfen auf hundert und der Opel in 8,1 Sekunden. Das ist ein Witz. Und der Verbrauch ich noch schlechter. Beim Opel sind es 10 Liter. Beim BMW nur 7,5.
Auch wiegt der Opel 300 kilo mehr. Darüber sollten sich die Opelaner mal Gedanken machen.

Pikenier

05.12.2013, 11:27 Uhr

Es nützt nichts, wenn sich die Opelaner darüber Gedanken machen.
Sie müssen sich von den GM Knütteln befreien.

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