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24.07.2014

07:18 Uhr

Entspannung

Boeing beliefert erstmals seit 1979 Iran Air

Es sind die ersten Geschäfte seit Verhängung des Embargos im Jahr 1979: Die USA lockert ihre Handelspolitik gegenüber dem Islamischen Staat Iran. Komplette Flugzeuge dürfen aber weiter nicht verkauft werden.

Eine Iran-Air-Maschine am Flughafen von Teheran: Die Airline der Islamischen Republik geht nun einen Deal mit der amerikanischen Boeing ein. ap

Eine Iran-Air-Maschine am Flughafen von Teheran: Die Airline der Islamischen Republik geht nun einen Deal mit der amerikanischen Boeing ein.

WashingtonErstmals seit Verhängung eines US-Embargos infolge der Iranischen Revolution 1979 liefert der US-Flugzeughersteller Boeing wieder Ersatzteile an die iranische Fluggesellschaft Iran Air. Der Konzern teilte am Mittwoch mit, er habe sich mit der Fluglinie darauf geeinigt, ihr für die Flugsicherheit relevante Güter zu liefern. Neben Ersatzteilen gehörten dazu auch Handbücher, Flugkarten und Daten etwa zu Inspektionen. Boeing ist demnach auch im Gespräch mit der Tochtergesellschaft Iran Air Tours über ein ähnliches Geschäft. Laut dem Konzern zog er im zweiten Quartal keinen Profit aus diesen Aktivitäten.

Die US-Regierung hatte Boeing im April erlaubt, dem Iran vorübergehend für die Sicherheit notwendige Ersatzteile zu liefern. Komplette Flugzeuge dürfen aber weiter nicht verkauft werden. Die Genehmigung zur Lieferung der Ersatzteile ist Teil der Maßnahmen im Zuge des im November geschlossenen Interimsabkommens zum iranischen Atomprogramm. Die Vereinbarung zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten und Deutschland sieht vor, dass Teheran im Gegenzug für die Lockerung gewisser Sanktionen sein Atomprogramm einschränkt und verschärfte internationale Kontrollen zulässt.

Von

afp

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