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06.01.2005

11:24 Uhr

Entwicklung im China bereitet dem Konzern Sorgen

VW peilt neues Sparprogramm an

VW-Chef Bernd Pischetsrieder sieht auch nach dem Ende des laufenden Sparprogramms „ForMotion“ noch ein Milliarden- Sparpotenzial bei Europas größtem Autobauer.

VW-Chef Bernd Pischetsrieder. Foto: dpa

VW-Chef Bernd Pischetsrieder. Foto: dpa

HB LOS ANGELES. Zugleich zeichnet sich nach dem Absatzeinbruch des vergangenen Jahres für VW in den USA auch 2005 trotz Markteinführung seines Hoffnungsträgers, dem neuen Jetta, noch keine Trendwende ab. Als größten Unsicherheitsfaktor für den Konzern bezeichnete VW-Chef Bernd Pischetsrieder allerdings die Entwicklung im einstigen Boom-Markt China, wo sich der Partner SAIC aufmacht, eigene Wege zu gehen.

„Das kann nicht 2005 zu Ende sein“, sagte Pischetsrieder am Mittwoch (Ortszeit) am Rande der Autoschau im kalifornischen Los Angeles mit Bick auf die laufenden Einsparungen. Die Abläufe der unter Ertragsschwäche leidenden Marke VW müssten weiter verbessert werden. Diese Aufgabe soll der als Sanierungsexperte engagierte frühere Daimler-Chrysler-Manager Wolfgang Bernhard übernehmen, der Anfang Februar in den Konzernvorstand rückt und spätestens ein Jahr später die Führung der Markengruppe VW übernehmen soll. Ohne das weitere Einsparungspotenzial näher zu beziffern, ließ Pischetsrieder erkennen, dass sich dieses in Höhe weiterer Milliarden Euro bewegen dürfte. „Dem will ich nicht widersprechen“, sagte der VW-Chef auf eine entsprechende Frage. Durch das Programm „ForMotion“ will der Konzern allein 2005 gut drei Milliarden Euro einsparen. Der eingeleitete Konzernumbau soll frühestens in fünf Jahren abgeschlossen sein.

Pischetsrieder ließ offen, ob der Konzern sein reduziertes Gewinnziel im abgelaufenen Jahr erreicht hat. „Wenn es Anlass dazu gegeben hätte, diese Prognose deutlich zu revidieren, dann hätten wir eine Gewinnwarnung machen müssen. Das haben wir nicht gemacht“, sagte er. Nach einem schwachen ersten Halbjahr hatte der Konzern seine Gewinnerwartungen für 2004 zurückgeschraubt. Statt eines ursprünglich in Aussicht gestellten operativen Gewinns von 2,5 Milliarden Euro wollte VW im vergangenen Jahr vor Sondereinflüssen 1,9 Milliarden erreichen.

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