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02.02.2005

12:10 Uhr

Entwicklungsprogramm für Wirkstoffe gegen arterielle Thrombosen

Lizenzabkommen zwischen Schering und Pfizer

Die Rechte an einem Entwicklungsprogramm für Wirkstoffe gegen arterielle Thrombosen hat der Berliner Pharmakonzern Schering an den US-Pharmariesen Pfizer verkauft.

HB FRANKFURT. Mit der Lizenzvereinbarung erhalte Pfizer exklusive weltweite Entwicklungs- und Vertriebsrechte für diese Substanzen, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit. Im Gegenzug erhalte Schering neben einer Einmalzahlung weitere Zahlungen beim Erreichen bestimmter festgelegter Ziele - so genannte Meilensteinzahlungen - sowie Lizenzgebühren. Nähere finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt. Herzkreislauferkrankungen gehören nicht mehr zu den Geschäftsgebieten der Berliner.

„Dies ist grundsätzlich positiv für Schering“, kommentierte Karl Heinz-Scheunemann vom Bankhaus Metzler die Vereinbarung. Wenn Pfizer sich für die Projekte interessiere, sei das schon als ein Qualitätsmerkmal zu sehen. „Im Bereich thrombolytische Erkrankungen gibt es eine Reihe von interessanten Zielen. Der Markt braucht zudem in diesem Feld neue Medikamente, auch nach dem Rückschlag von AstraZeneca mit Exanta“, führte er aus. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte vergangenes Jahr den neuen Blutgerinnungshemmer der Briten abgelehnt. Für Schering könnten in diesem Jahr ein paar Mill. € aus der Vereinbarung fließen, schätzte der Experte.

Bei den Wirkstoffen, die sich noch in der präklinischen Entwicklung befänden, handele es sich um ein Programm der US-Scheringtochter Berlex, wie Schering weiter mitteilte. Ziel des Programms sei es, Medikamente zu entwicklen, um arterielle Thrombose zu hemmen. Außerdem könnten diese zum Schutz vor Schlaganfällen und Infarkten bei Patienten mit hohem Risiko für Herzkreislauferkrankungen dienen. Pfizer könne damit seine starke Stellung bei Medikamenten zur Behandlung von Herzkreislauferkrankungen ausbauen.

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