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19.01.2010

14:34 Uhr

Entwicklungstätigkeit

Deutsche Firmen forschen verstärkt in China

VonAndreas Hoffbauer

Infineon plant ein Entwicklungszentrum in Peking. Der Chiphersteller befindet sich damit unter deutschen Konzernen in guter Gesellschaft. Um in den Zukunftsmärkten Asiens im Wettbewerb mithalten zu können, setzen mittlerweile einige deutsche Firmen auf chinesische Forscher.

Vor allem Pharma- und CHemikonzerne setzen auf die chinesischen Forscher. dpa

Vor allem Pharma- und CHemikonzerne setzen auf die chinesischen Forscher.

PEKING. Der Halbleiterkonzern Infineon wird ein weiteres Entwicklungszentrum in China aufbauen. Wie Konzernchef Peter Bauer gestern mitteilte, soll dafür "ein mittlerer zweistelliger Euro-Millionenbetrag" investiert werden. Eine Absichtserklärung sei am Montag mit der Stadtregierung in Peking unterzeichnet worden. In der Hauptstadt sollen künftig Chips für staatlich geförderte Zukunftsbrachen entwickelt werden, etwa die Auto-, die Windkraft- oder die Mobilfunkindustrie.

"Wir sehen in Peking, also nahe der Regierung, die Möglichkeit, von den Programmen der chinesischen Führung profitieren zu können", sagte Bauer. In den nächsten Jahren sollen für Infineon dort 200 Entwickler arbeiten. Bislang betreibt der Münchner Konzern in China zwei Entwicklungszentren, im südlichen Xian sowie in Schanghai. Zugleich will Infineon aber auch die Produktion ausbauen. Im Werk in Wuxi, wo die Halbleiter in Chipgehäuse gegossen werden, soll die Fertigung in den kommenden Jahren verdoppelt und die Mitarbeiterzahl von derzeit 1 100 auf 2 000 Beschäftigte aufgestockt werden.

Konzerne stecken hohe Investitionen in die Forschung

Der Konzern folgt damit einem neuen Trend der deutschen Wirtschaft. Um in den Zukunftsmärkten Asiens im Wettbewerb mithalten zu können, siedeln Firmen neben Produktionsstätten auch ihre Entwicklungsabteilungen in der fernen Volksrepublik an. In den vergangenen Monaten haben auffallend viele deutsche Unternehmen hohe Investitionen angekündigt, um ihre Kapazitäten für Forschung und Entwicklung (F&E) dort auszubauen.

So baut die Bayer Schering Pharma AG ein Forschungs- und Entwicklungszentrums in Peking. Dafür sollen bis 2015 rund 100 Mio Euro investiert werden. "Peking wird ein wichtiger Standort im Rahmen unserer weltweiten Entwicklung innovativer Arzneimittel werden", sagte Vorstandschef Andreas Fibig bei der Bekanntgabe der Pläne vor einem Jahr.

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