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21.08.2013

16:22 Uhr

Envirochemie

Milliardärin Klatten weiter auf Einkaufstour

BMW-Großaktionärin Susanne Klatten will den Anlagenbauer Envirochemie übernehmen. Die Milliardärin investiert seit geraumer Zeit in Zukunftstechnologien – der Spezialist für Wasseraufbereitung passt in ihr Konzept.

Qunadt-Erbin Susanne Klatten: Investments in Zukunftstechnologien. dpa

Qunadt-Erbin Susanne Klatten: Investments in Zukunftstechnologien.

DarmstadtMilliardärin Susanne Klatten geht weiter auf Einkaufstour: Die BMW-Großaktionärin will über ihre Beteiligungsgesellschaft Skion der Stadt Darmstadt die Mehrheit am Anlagenbauer Envirochemie abkaufen. „Im Investmentfokus der Skion stehen innovative Rohstoffkreisläufe und industrielle Anwendungen“, sagte ein Skion-Sprecher am Mittwoch auf Anfrage. Die Envirochemie passe sehr gut in die Strategie. Zuvor hatte die „Heilbronner Stimme“ über das Vorhaben berichtet.

Die Envirochemie-Gruppe ist als Anlagenbauer mit rund 370 Mitarbeitern auf Wasser- und Abwasseraufbereitung spezialisiert. Skion will 75 Prozent an der Enviro-Dachgesellschaft, Enviro Mondial erwerben, die die Stadt Darmstadt über die Heag Südhessische Energie AG (HSE) hält. Die Kartellbehörden und die politischen Gremien der Stadt müssen den Deal noch absegnen.

Klatten, die mit Skion auch etwa 28 Prozent an SGL Carbon hält, investiert seit geraumer Zeit in Zukunftstechnologien wie Windanlagenbau oder Biotechnologie. So beteiligte sie sich Anfang 2012 an dem niederländischen Unternehmen Paques, das biotechnologische Reinigungssysteme für Abwässer und Gas anbietet.

Seit April steht Klatten zudem an der Spitze des SGL-Aufsichtsrats. Karbonfasern gelten als Werkstoff der Zukunft für den Auto- und Flugzeugbau. Allerdings lief das Geschäft von SGL Carbon zuletzt nicht rund. Das Unternehmen schockte die Anleger mit zwei Gewinnwarnung binnen weniger Wochen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Hoessrich

21.08.2013, 17:59 Uhr

Vielleicht sollte sie lieber das machen, was ihre Ahnen bereits reich gemacht hat: günstig Beteiligungen an Firmen erwerben, die Dinge produzieren, die jeder brauchen kann. "Baustellen" und "Sorgenkinder" hat sie doch hoffentlich inzwischen genug? BMW baut heute Elektroautos für den normalen Geldbeutel, warum muß die große Firma BMW der Bastelbude Tesla medial den Vortritt lassen, wenn es darum geht, das Elektroauto serienreif gemacht zu haben?

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