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18.09.2012

09:50 Uhr

Erbitux

Merck verzichtet auf erweiterte Krebsmittelanwendung

Die Anwendung des Krebsmittels Erbitux wird nicht zur Behandlung von Bronchialkarzinomen eingesetzt. Der Pharmakonzern Merck zog einen entsprechenden EU-Antrag zurück, weil die Wirksamkeit nicht belegt werden konnte.

Konzernsitz des Darmstädter Pharma- und Chemie-Herstellers Merck. dpa

Konzernsitz des Darmstädter Pharma- und Chemie-Herstellers Merck.

FrankfurtDie Entscheidung von Merck, den EU-Zulassungsantrag für das Krebsmittel Erbitux zur Behandlung von nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) zurückzunehmen, beruhe auf Rückmeldungen der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA). Demnach wären für eine Erweiterung des Anwendungsfelds von Erbitux weitere Studiendaten notwendig, teilte der Konzern am Dienstag mit.

„Wir sind enttäuscht, dass wir unser Zulassungsvorhaben in der Indikation NSCLC nicht voranbringen konnten. Es wurde aber deutlich, dass weitere Daten benötigt werden, um den klinischen Nutzen von Erbitux bei dieser speziellen Patientenpopulation zu untermauern“, sagte Annalisa Jenkins, Leiterin von Global Drug Development & Medical der Sparte Merck Serono.

Bislang ist Erbitux in 92 Ländern zur Behandlung von bösartigen Darmtumoren zugelassen und in 89 Ländern zur Therapie von Kopf-Hals-Krebs. Merck hatte sich erhofft, das Anwendungsspektrum des Medikaments auszudehnen. Erbitux ist nach dem Multiple-Sklerose-Medikament Rebif das zweitwichtigste Präparat des Konzerns. Die Darmstädter hatte zuletzt mehrere Rückschläge in der Arzneientwicklung einstecken müssen. Vorbörslich geriet die Merck-Aktie am Dienstag unter Druck.

Von

rtr

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