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07.02.2017

14:16 Uhr

Erez Vigodman

Chef des Generikariesen Teva nimmt seinen Hut

Der Vorstandschef des weltgrößten Generikaherstellers Teva ist zurückgetreten. Der Mutterkonzern von Ratiopharm ist unter Druck geraten. Erez Vigodman selbst stand wegen teurer Übernahmen in der Kritik.

Der weltgrößte Hersteller kostengünstiger Nachahmermedikamente ist durch die verschärfte Konkurrenz in der Branche selbst unter Druck geraten. Reuters, Sascha Rheker

Teva

Der weltgrößte Hersteller kostengünstiger Nachahmermedikamente ist durch die verschärfte Konkurrenz in der Branche selbst unter Druck geraten.

New York/FrankfurtDer Vorstandschef des weltgrößten Generikaherstellers Teva nimmt nach einer Reihe von Rückschlägen seinen Hut. Erez Vigodman, der seit drei Jahren an der Spitze des israelischen Unternehmens stand, tritt mit sofortiger Wirkung zurück, wie die Ratiopharm-Mutter am Dienstag mitteilte. Sein Nachfolger wird vorübergehend Verwaltungsratschef Yitzhak Peterburg, der aus diesem Grund seinen Posten in dem Gremium räumen muss.

Der frühere Vorstandschef des US-Pharmakonzerns Celgene, Sol Barer, folgt ihm als Vorsitzender des Verwaltungsrats nach. „Ich glaube, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für mich ist zurückzutreten“, äußerte Vigodman. Er beugt sich damit dem Druck von Investoren, die eine Neubesetzung des Managements und umfassende Veränderungen bei dem Unternehmen gefordert hatten.

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Der Generika-Hersteller Teva blickt zurückhaltend auf 2017. Der Mutterkonzern von Ratiopharm prognostiziert einen Umsatz, der unter den eigenen Erwartungen liegt. Die Aktie verliert mehr als sieben Prozent.

Vor Vigodman waren bereits der Leiter des Generikageschäfts von Teva und ein Verwaltungsratsmitglied zurückgetreten. Teva beauftragte nun eine Personalberatung mit der Suche nach einem neuen Vorstandschef.

Der weltgrößte Hersteller kostengünstiger Nachahmermedikamente ist durch die verschärfte Konkurrenz in der Branche selbst unter Druck geraten. Kritik zog Teva auch wegen mehrerer Übernahmen auf sich, die Investoren als zu teuer bezeichneten. Darüber hinaus enttäuschte der Konzern Börsianer mit seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Alleine im vergangenen Jahr büßten die Aktien der Ratiopharm-Mutter mehr als 40 Prozent ein.

Von

rtr

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