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12.01.2015

14:04 Uhr

Erfolg beim Anlagenbauer

Gea übertrifft Umsatzziel

Umsatz im Überfluss: Der deutsche Anlagenbauer Gea übertraf 2014 sein Umsatzziel bei weitem. Zuletzt konnte das Unternehmen Finanzverbindlichkeiten tilgen. Vorstandschef Jürg Oleas plant aber auch Zukäufe.

Der Vorstandsvorsitzende der Gea Group, Jürg Oleas: Die Auftragsbücher des Anlagenbauers waren 2014 prall gefüllt. dpa

Der Vorstandsvorsitzende der Gea Group, Jürg Oleas: Die Auftragsbücher des Anlagenbauers waren 2014 prall gefüllt.

DüsseldorfDer Anlagenbauer Gea hat 2014 den politischen Unruhen und der Konjunkturflaute in einigen Schwellenländern getrotzt: Der Umsatz stieg nach ersten Berechnungen stärker als vom Vorstand in Aussicht gestellt, wie Gea am Montag auf einer Investorenkonferenz in New York mitteilte.

Mit einem Plus von rund fünf Prozent bewege sich die Zuwachsrate im Rahmen des erwarteten langfristigen Zielkorridors von vier bis sechs Prozent. Bislang hatte Konzernchef Jürg Oleas für 2014 lediglich ein moderates Umsatzwachstum in Aussicht gestellt.

Oleas teilte zudem mit, aufgrund der stabilen Bestellungen in der zweiten Jahreshälfte liege der Auftragseingang bei 4,5 Milliarden Euro nach 4,6 Milliarden im Jahr zuvor. In der ersten Jahreshälfte waren die Gea-Anlagen zunächst noch weniger gefragt als 2013. Die Nachfrage erholte sich aber im weiteren Verlauf.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf erhält rund drei Viertel seiner Aufträge von Kunden aus der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie wie Nestle, Mondelez oder Unilever. Das sorgt trotz der Konjunkturschwäche in etlichen Ländern für prall gefüllte Orderbücher.

Am 4. Februar sollen weitere Details zu den vorläufigen Ergebnissen des Vorjahres veröffentlicht werden. Der Anlagenbauer mit seinen 18.000 Beschäftigten - 5000 davon in Deutschland - peilt 2014 ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 550 bis 590 Millionen Euro an. 2013 verbuchte Gea einen Betriebsgewinn von 530 Millionen Euro sowie einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro. Die Umsatz-Indikation ließ Anleger zugreifen: Die Aktien drehten ins Plus und notierten bei einem Aufschlag von 1,7 Prozent bei 36,55 Euro.

Von

rtr

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