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21.01.2005

08:39 Uhr

Erfolg durch Senkung der Betriebskosten

Sabic profitiert vom Boom in der Chemie

VonAndreas Bohne (Handelsblatt)

Die Saudi Arabian Basic Industries Corp. (Sabic) hat im Geschäftsjahr 2004 nach eigenen Angaben 3,8 Mrd. Dollar Gewinn erzielt, mehr als doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Fast die Hälfte davon, knapp 1,6 Mrd. Dollar, fielen im Schlussquartal 2004 an, sagte der Chef des auch in Deutschland tätigen Petrochemiekonzerns, Mohamed Al-Mady.

HB DÜSSELDORF. Die Gruppe mit einem Jahresumsatz von über 18 Mrd. Dollar stellt aus Erdöl und Erdgas die Massenkunststoffe Polyethylen und Polypropylen her. Sie profitiert an ihren zwei Großstandorten und 16 kleineren Werken im Heimatland sowie in den Großanlagen Gelsenkirchen und Geleen (Niederlande) vom Bezug günstiger Rohstoffe.

Das Sabic-Ergebnis wirft ein Schlaglicht auf die seit vergangenem Jahr boomende Chemiekonjunktur, von der nach Anylystenschätzungen auch Firmen wie Dupont, Dow Chemical und BASF profitieren. Die beiden US-Konzerne publizieren am 25. und am 27. Januar, der deutsche Marktführer am 9. März ihre Ergebnisse.

Nettoumsatzrenditen von über 20 Prozent, wie sie Sabic 2004 erzielte, sind Branchenkennern zufolge in der Petrochemie selten. Grund für den Boom ist der stark steigende Bedarf für Kunststoffe und petrochemische Vorprodukte, vor allem in China. Die globale Nachfrage nach Polyethylen steigt nach Schätzung des Informationsdienstes Nexant Chem Systems 2005 um 6,5 Prozent, die nach Polypropylen gar um acht Prozent. In den USA, wo lange Zeit kaum in neue Anlagen investiert wurde, gibt es dagegen Lieferengpässe.

Sabic nennt indes auch innerbetriebliche Faktoren für den Erfolg. „Das verdanken wir der Fokussierung auf die Optimierung unserer Produktion, Anlagen und Technologie, der Senkung der Betriebskosten sowie der Entwicklung verbesserter Dienstleistungen in Marketing und Kundenpflege“, sagte Al-Mady. Sabic gilt in der Branche spätestens seit Übernahme der Standorte in Geleen und Gelsenkirchen vor vier Jahren als führend bei Standardplastik.

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