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10.06.2013

16:38 Uhr

Erfolgreicher Mini-SUV

Opel prüft Mokka-Fertigung in Europa

ExklusivDer Mokka wird mehr und mehr zum Erfolgsmodell von Opel. Das tut dem krisengebeutelten Autobauer gut – und bald wohl auch einem europäischen Werk. Es wäre ein Erfolg für den neuen Opel-Chef Neumann.

Starkes Gebräu - Opel Mokka

Auto-Visionen: Starkes Gebräu - Opel Mokka

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Düsseldorf/BochumDer unerwartet große Verkaufserfolg des kleinen Opel-Geländewagens Mokka lässt eine Produktion des bisher nur in Korea gebauten Autos in Europa in greifbare Nähe rücken. Nach Informationen des Handelsblatts aus Konzernkreisen überlegt die Opel-Führung konkret, einen Großteil der laufenden Produktion von Korea nach Europa zu holen. Eine Entscheidung könnte bereits in den nächsten Wochen fallen, sagten drei mit der Situation vertraute Personen dem Handelsblatt.

Den Zuschlag für eine Mokka-Fertigung in Europa würde das spanische Werk Saragossa erhalten, heißt es. „Der Mutterkonzern GM hat bekanntgegeben, Engineering-Untersuchungen durchzuführen, um über die bestehenden Möglichkeiten hinaus zusätzliche Produktionsstätten für kleine SUVs zu finden“, sagte ein Opel-Sprecher. „Alle weiteren Spekulationen inklusive derer, die das Werk Saragossa betreffen, können wir nicht bestätigen.“ Bisher war lediglich darüber spekuliert worden, dass die nächste Generation des Mokka in Europa gebaut werden könnte.

Für den neuen Opel-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann wäre die Verlagerung nach Europa ein erster Achtungserfolg im weltweiten GM-Konzern. Denn bisher sind die Forderungen der Rüsselsheimer, Opel-Modelle heimzuholen, die nicht in Europa gefertigt werden, an Widerständen im Konzern gescheitert.

Für Opel wäre der Mokka darum ein wichtiges Zeichen: Der Bau des kompakten Geländewagens in den eigenen Opel-Werken würde dafür sorgen, dass die Kapazitäten des Herstellers in Europa künftig besser ausgelastet werden, was die Verluste eindämmen hilft. Denn vor allem das große Werk in Spanien, wo bisher vor allem der Kleinwagen Corsa gebaut wird, ächzt unter drastischen Überkapazitäten.

Der Erfolg des Mokka könnte das ändern: Mehr als ein halbes Jahr nach dem Verkaufsstart hat er sich für Opel-Verhältnisse zum absoluten Bestseller entwickelt. Mehr als 100.000 Bestellungen sind bisher eingegangen. Der Wagen ist vor allem in Deutschland, Russland, England, Italien und Frankreich ein Renner. Während das Werk in Saragossa zum größten Profiteur werden könnte, gehen andere dagegen mit Sicherheit leer aus: Die Mitarbeiter des Opel-Werks Bochum.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

10.06.2013, 16:32 Uhr

Opel - eine Spirale, die sich immer weiter abwärts dreht.

Wer es nun noch immer nicht begriffen hat, bleibt an Bord und wartet selig auf die Kündigung - denen kann und darf man nicht helfen. Oder gibts eine Versicherung gegen eigene Dummheit?

Gute Nacht Opel.

Account gelöscht!

10.06.2013, 21:18 Uhr

Mal geschaut, wieviel ein Opel Astra wiegt?

Runde 150 kg (!!!!) mehr als ein vergleichbarer Golf oder Focus.

Zuverlässig sind die alle, bleischwer und unökonomisch hingegen ist nur der Opel.

Viele reden von Umweltschutz. Warum sollte Mutti dann mit 1650 kg d.h. einem Schluckspecht die Pampers einkaufen fahren - wenn es viel bessere Alternativen gibt?

Im übrigen hat Opel in fast allen Klassen den niedrigsten Restwert. Das relativiert den ach so günstigen Verkaufspreis sofort.

Das geliche gilt für den neuen Adam, 100 kg schwerer als der VW.

Opel ist was für Looser.

MasterMind

11.06.2013, 01:05 Uhr

Das klingt nach Autobild Leser :)

Das Gerede vom Restwert ist doch Mumpitz. Prozentual liegen die Wertverluste ähnlich. Selbst zwischen VW und Kia/Hyundai liegen idR nur 1-2 Prozent.
Wenn Sie aber für einen Golf bis zu 10k mehr bezahlt haben, haben Sie vom höheren Restwert auch nichts mehr.

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