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04.09.2012

23:59 Uhr

Erfolgsmonat August

Autoabsatz in den USA legt kräftig zu

Während sich die Deutschen angesichts der Schuldenkrise beim Kauf eines Neuwagens zurückhalten, schlagen die Käufer in den USA unbeirrt zu. Der August war ein sehr guter Monat für die Branche - bis auf BMW.

Logo von General Motors. Der Autobauer legte im August um 10 Prozent in den USA zu. AFP

Logo von General Motors. Der Autobauer legte im August um 10 Prozent in den USA zu.

New YorkDie Vereinigten Staaten bleiben ein Paradies für Autobauer. Trotz einer weiterhin vergleichsweise hohen Arbeitslosigkeit, weltwirtschaftlicher Unsicherheiten und der Schuldenkrise beim wichtigen Handelspartner Europa leisten sich die US-Amerikaner neue Wagen. Im August stiegen die Verkäufe gegenüber dem Vorjahresmonat um 20 Prozent auf 1,3 Millionen Stück, wie die Marktforschungsfirma Autodata aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen der Hersteller errechnete.

Marktführer General Motors legte um 10 Prozent zu, Ford schaffte ein Plus von 13 Prozent, bei Chrysler waren es 14 Prozent. Der japanische Branchenriese Toyota erreichte sogar ein Plus von 46 Prozent - hier machte sich die Erholung nach dem schweren Erdbeben und Tsunami im Vorjahr bemerkbar. Volkswagen legte sogar um beinahe 63 Prozent zu. Hauptgrund war die zwischenzeitliche Einführung des US-Passat, der unter den Amerikanern schnell Fans gefunden hat.

Hintergrund der florierenden US-Verkäufe ist unter anderem das Alter vieler Wagen. Da sich die Amerikaner in der Finanz- und Wirtschaftskrise mit Neuanschaffungen zurückgehalten hatten, müssen sie sich nun langsam von ihren alten Schätzchen trennen. Zudem zieht der lange brachliegende Immobilienmarkt in den USA wieder an. Handwerker können sich deshalb einen neuen Pick-up-Truck leisten.

Mit mehr als 41 000 Autos setzte die Marke Volkswagen so viele Fahrzeuge in den USA ab wie seit knapp 40 Jahren nicht mehr in einem August. Die Neuwagen-Verkäufe in den Vereinigten Staaten seien allgemein „unglaublich stabil“, stellte Chryslers US-Verkaufschef Reid Bigland fest. Dagegen waren die Neuzulassungen in Deutschland um 5 Prozent gesunken, wie aus den ebenfalls am Dienstag vorgelegten Daten des Kraftfahrtbundesamtes hervorging.

Allerdings gab es auch in den USA Verlierer. Zu denen gehörte BMW. Die Verkäufe der Bayern bei ihrer Kernmarke gingen um 19 Prozent zurück. Landeschef Ludwig Willisch erklärte dies mit Lieferengpässen und kommenden neuen Modellen. Nur dank florierender Verkäufe der Kleinwagen-Tochter Mini lag der Rückgang am Ende nur bei 6 Prozent. Dagegen legten die Rivalen Mercedes-Benz (mit Smart und den Sprinter-Transportern) sowie Audi um jeweils 13 Prozent zu.

Von

dpa

Kommentare (12)

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denk.mal

05.09.2012, 07:18 Uhr

Das größte Absatzvolumen hat mit 41.000 Fahrzeugen also Volkswagen und damit einen Marktanteil von 3,2%. Die Steigerung um 40% gegenüber dem Vorjahreswert dürfte allerdings immer noch an der Einführung des US-Passat liegen, den es vor einem Jahr noch nicht gab.

Mal sehen, ob das Handelsblatt in Kürze dann auch vom "Verlierer Volkswagen" berichten wird, wenn sich der Verkaufsanstieg durch die Passat-EInführung jährt.

Warum bringen Sie nicht einfach Zahlen, die sich vergleichen lassen und sinnvolle Hintergrundinformationen dazu? In der vorliegenden Form ist der Artikel doch eher ein Verwirrspiel.

Account gelöscht!

05.09.2012, 09:19 Uhr

Ich habe in den USA gelebt und die Erfahrung gemacht, dass deutsche Autos voellig ueberteuert im Vergleich zur Konkurrenz sind. Dazu sind sie noch voellig fehl am Platz fuer die Tempolimits und Fahrgewohnheiten dort. Voellig ueberteuert - nun man muss verstehen, dass die deutschen Modelle in den USA wesentlich guenstiger angeboten werden, als in Deutschland - aber halt immer noch preislich fragwuerdig.

pluszehnprozent

05.09.2012, 09:36 Uhr

Danke für diesen Kommentar! Dieses Spiel mit einzelnen Steigerungsraten nervt (allerdings scheinen sich da alle Medien abgesprochen zu haben...).

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