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20.01.2005

16:35 Uhr

Ergebnisprognose für 2004 angehoben

Schering rechnet mit deutlich höherem Gewinn

Der drittgrößte deutsche Pharmakonzern Schering hat wegen niedrigerer Steuerzahlungen und einem besseren Geschäftsverlauf für 2004 einen deutlich höheren Netto-Gewinn in Aussicht gestellt als erwartet.

HB BERLIN. Es werde jetzt ein Ergebnis pro Aktie von etwa 2,60 € erwartet, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Bislang hatte Schering lediglich ein Ergebnis von über 2,35 € je Aktie vorhergesagt. „Unsere vorläufigen Zahlen zeigen eine deutliche Verbesserung unserer operativen Performance“, sagte Finanzvorstand Jörg Spiekerkötter. „Wir sind auf gutem Wege, unser Ziel einer operativen Marge von 18 % im Jahr 2006 zu erreichen.“

In der Prognose für 2004 seien bereits Restrukturierungsaufwendungen berücksichtigt worden, hieß es weiter. Schering hatte nach drei Quartalen bereits ein Betriebsergebnis von fast 600 Mill. € erreicht, blieb aber unter Hinweis auf diese ausstehenden Ausgaben von gut 30 Mill. € etwa für Stellenabbau bei seiner Gesamtjahresprognose von über 700 Mill. € Betriebsgewinn. Allerdings war dies von Schering selbst als konservativ bezeichnet worden. Zum Umsatz machte Schering keine Aussagen. Bisher hatte der Konzern - in Landeswährungen gerechnet - von einem prozentual einstelligen Wachstum im mittleren Bereich gesprochen. Nach Reuters-Informationen aus Branchenkreisen wird dies auch für 2005 erwartet. Vorläufige Geschäftszahlen für 2004 will Schering am 9. Februar vorlegen.

Schering profitiert vor allem vom starkem Absatz seiner neuartigen Verhütungsmittel wie Yasmin und Mirena, die als margenstark gelten. Dagegen hatte Scherings umsatzstärkstes Präparat, das Multiple-Sklerose Medikament Betaferon, zuletzt ein schwächeres Absatzwachstum verzeichnet. Zudem hatte die Schering-Aktie unter der verzögerten Zulassung einer Präparate in den USA, wie etwa des Krebs-Medikaments Bonefos, gelitten. Am Donnerstagnachmittag drehte die Schering-Aktie nach der Mitteilung in einem schwächeren Markt mit über einem Prozent ins Plus auf 53,64 €.

Analyst Ulrich Huwald von M.M. Warburg sprach von einer positiven Überraschung: „Wichtig war auch, dass Schering sein Margenziel 2006 bestätigt hat. Jetzt muss geschaut werden, woran es beim Ergebnis genau gelegen hat und ob hier nicht nur Einmaleffekte eine Rolle spielen.“

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