Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.11.2013

03:48 Uhr

Erhöhungen

Neuer IG-Metall-Chef deutet harten Lohnkampf an

Seit Montag haben es Arbeitgeber mit einem neuen Gesicht an der Spitze von Europas größter Gewerkschaft zu tun. Detlef Wetzel kündigte einen kompromisslosen Kampf an. Und forderte schon Mal Lohnerhöhungen.

Detlef Wetzel - der neue Vorsitzende der IG Metall im Portrait

Video: Detlef Wetzel - der neue Vorsitzende der IG Metall im Portrait

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

BerlinAngesichts positiver Konjunktursignale im kommenden Jahr und steigender Belastungen der Arbeitnehmer hat der neue Vorsitzende der IG Metall hohe Lohnforderungen für die nächste Tarifrunde angekündigt. „Läuft die Konjunktur gut, sind deutliche

Lohnerhöhungen zwangsläufig. Da sind die Arbeitgeber mehr denn je in der Pflicht“, sagte der am Montag neu gewählte IG-Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel der „Bild“-Zeitung. Auf eine Höhe wollte sich Wetzel noch nicht festlegen.

Gewerkschaftskongress: Detlef Wetzel ist neuer Chef der IG Metall

Gewerkschaftskongress

Detlef Wetzel ist neuer Chef der IG Metall

Detlef Wetzel steht ab sofort an der Spitze der größten deutschen Einzelgewerkschaft. Er folgt auf Berthold Huber. Wie sein Vorgänger gilt Wetzel als Reformer, der die IG Metall für neue Branchen öffnen will.

Dafür müsse die genau Wirtschaftsentwicklung 2014 abgewartet werden, sagte Wetzel, der bisher stellvertretende Vorsitzender der Industriegewerkschaft war. Er betonte, die neue Führung der IG Metall werde „auch in Zukunft keiner Auseinandersetzung aus dem Weg gehen, wenn es darum geht, die Interessen der Beschäftigten durchzusetzen“. Demnach will die Gewerkschaft in knapp einem Jahr über die Lohnforderung für die nächste Tarifrunde beraten.

Außerdem hat sich Wetzel für gesetzliche Regelungen, die SMS- und Mail-Verkehr nach Feierabend und an Wochenenden unterbinden, ausgesprochen. „Die Digitalisierung darf nicht dazu führen, dass Arbeitnehmer rund um die Uhr erreichbar sind“, sagte Wetzel. „Die neue Koalition muss hier strenge Regeln gegen Stress im Job und zu Hause vereinbaren.“ Es sei „unzumutbar“, dass immer mehr Beschäftigte nach Feierabend und an Wochenenden Emails oder SMS von Vorgesetzten bekommen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×