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04.07.2013

17:34 Uhr

Erneuerbare Energien

Weltgrößter Windpark in Themsemündung eingeweiht

Ziemlich umweltfreundlich, ziemlich teuer: Vor der ostenglischen Küste steht der größte Windpark der Welt. Der Siemens-Chef spricht von einem Meilenstein – kein Wunder, lieferte der Konzern doch alle 175 Windturbinen.

„London Array“ im Dunst: Mit 630 Megawatt Leistung zählt der Windpark zu den Größten seiner Art. dpa

„London Array“ im Dunst: Mit 630 Megawatt Leistung zählt der Windpark zu den Größten seiner Art.

LondonDer britische Premierminister David Cameron hat am Donnerstag den weltgrößten Offshore-Windpark „London Array“ in der Themsemündung eingeweiht. Mit einer Gesamtleistung von 630 Megawatt soll das Windkraftwerk rund 500.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen. Eigner des Projektes sind Dong Energy, Eon und Masdar, der Ökoenergiekonzern des Emirats Abu Dhabi.

Siemens lieferte alle 175 Windturbinen und die Netzanbindung. Gemeinsam mit Dong Energy wird Siemens zudem den Service für das Windkraftwerk übernehmen. Jährlich werden durch den Windpark nach Angaben des Münchener Unternehmens rund 900.000 Tonnen CO2 eingespart.

Die größten Windkraftanlagenhersteller (Ranking 2012)

Platz 10

Die Unternehmensberatung BTM Consult analysiert einmal im Jahr den weltweiten Markt für Windkraftanlagenhersteller. Auf dem zehnten Platz befindet sich in der aktuellen Rangliste, die sich auf Daten von 2012 bezieht, das chinesische Unternehmen Mingyang mit einem Marktanteil von 2,7 Prozent. Laut eigenen Angaben ist die Firma der größte nicht-staatliche Windkraftanlagenbauer von China und arbeite in Deutschland mit dem Unternehmen aerodyn Energiesysteme zusammen.

Platz 9

Auch auf dem neunten Platz ist ein chinesisches Unternehmen, wenn auch nur mit dem geringen Anteil von 3,2 Prozent: Sinovel.

Platz 8

Mit einem Marktanteil von 4,7 Prozent ist United Power auf dem achten Platz der Weltrangliste der größten Windkraftanlagenhersteller. Das Unternehmen ist wie Sinovel und Mingyang in China beheimatet.

Platz 7

6 Prozent Marktanteil hat das chinesische Unternehmen Goldwind.

Platz 6

Gamesa ist das einzige spanische Unternehmen in der Top 10-Liste der größten Windkraftanlagenhersteller der Welt. Die Firma hat ihren Hauptsitz im Baskenland in Nordspanien und hatte 2012 einen Marktanteil von 6,1 Prozent weltweit.

Platz 5

Auf dem fünften Platz befindet sich mit einem Marktanteil von 7,4 Prozent die Suzlon Group aus Indien. Im Vorjahr war sie noch auf dem sechsten Platz

Platz 4

Auch das deutsche Unternehmen Enercon kletterte weltweit in der Rangliste nach oben – vom fünften Platz 2011 ging es auf den vierten Platz 2012. Enercon hat einen Marktanteil von 8,2 Prozent, in Deutschland hat das Unternehmen dagegen einen Anteil von mehr als 50 Prozent. 

Platz 3

Auch auf dem dritten Platz der weltgrößten Windkraftanlagen befindet sich ein deutsches Unternehmen: Siemens. Sein Anteil am Weltmarkt betrug 2012 laut BTM Consult 9,5 Prozent.

Platz 2

Eine schwere Rückschlag musste im vergangenen Jahr der dänische Windkraftanlagenbauer Vestas einstecken. Erstmals seit 2000 schaffte es das Unternehmen mit einem Marktanteil von 14 Prozent nicht auf den ersten Platz der größten Anlagenhersteller.

Platz 1

General Electric hat im vergangenen Jahr erstmals Vestas vom ersten Platz der Rangliste der größten Windkraftanlagenbauer verdrängt – mit einem Marktanteil von 15,5 Prozent. Das US-Unternehmen war 2011 noch an dritter Stelle.

Cameron sagte bei der Einweihung in der südenglischen Stadt Margate, das Großprojekt zeige, dass Großbritannien in Sachen Ökostrom ein klares, berechenbares Investitionsklima besitze. Siemens-Chef Peter Löscher sprach von einem Meilenstein in der Entwicklung der Windenergie auf dem Meer. Mit dem Windpark 20 Kilometer vor der Küste festigt Großbritannien seine Stellung als einer der führenden Länder für die Erzeugung von Strom auf See. Der erste Strom aus dem 1,5 Milliarden Pfund (1,75 Milliarden Euro) teuren Windpark war bereits im April geflossen.

Kommentare (2)

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vandale

04.07.2013, 21:40 Uhr

Ein Windpark kann keinen Haushalt mit Strom versorgen. Die Einspeisung des umweltschädlichen Windstroms erfolgt entsprechend den Launen des Wetters. Der Strom ist wertlos.

Das Lob der Betreiber dass die staatlichen Regeln in UK verlässlich seien, bzw. die Subventionen nicht wie in Spanien rückwirkend gekürzt werden, ist der Angst geschuldet.

In UK nimmt die Kritik an den Kosten ökoreligiöser Stromerzeugung und dem Klimaschwindel stark zu.

Vandale

Account gelöscht!

05.07.2013, 09:25 Uhr

"Jährlich werden durch den Windpark nach Angaben des Münchener Unternehmens rund 900.000 Tonnen CO2 eingespart."
Welchen konkreten Nutzen bringt mir das? In Deutschland muss ich sogar die 'Offshore-Umlage' für die Kilowattstunde aaus dem Meer bezahlen, ohne dass sie überhaupt produziert wurde. Geht es eigentlich noch verrückter?

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