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01.05.2014

13:57 Uhr

Erneuter Rekordverlust

Sony stürzt weiter ab

Trotz bereits vorheriger Korrektur nach oben, fällt Sonys Verlust nun noch schlimmer aus als befürchtet. Die neue Strategie der Konzernführung ist ganz offenbar gescheitert. Der Konzern steckt in ernsten Schwierigkeiten.

Das Motto von Sony: „make.believe“ – den Glauben in den Elektronikkonzern droht der Markt jedoch langsam zu verlieren. Die Aussichten sind düster. AFP

Das Motto von Sony: „make.believe“ – den Glauben in den Elektronikkonzern droht der Markt jedoch langsam zu verlieren. Die Aussichten sind düster.

TokioSony Corp. hat für das im März zu Ende gegangene Geschäftsjahr einen Verlust von 130 Milliarden Yen (936 Mio. Euro) vorgelegt. Der Hersteller von Xperia-Smartphones und PlayStation-Konsolen veröffentlichte am Donnerstag in Tokio vorläufige Ergebnisse.

Erst im Februar hatte Sony den Verlust auf 110 Milliarden Yen geschätzt, und damit eine Verlustschätzung vom Oktober revidiert, die auf 30 Milliarden Yen lautete.

Damit erleiden die Bemühungen von Konzernchef Kazuo Hirai, die japanische Technologie-Ikone mit neuen Spielkonsolen, Smartphones und Kostensenkungen wieder auf Kurs zu bringen, einen Rückschlag.

„Die Abwärtskorrekturen ihrer Gewinne nehmen kein Ende“, sagte Mitsushige Akino, leitender Fondsmanager bei Ichiyoshi Investment Management Co. „Sie finden einfach nicht zum Wachstum zurück, und es wird schwer, sich davon zu erholen. Wenn sie ihre Fernsehgerätesparte nicht zum Verkauf anbieten, wird der Markt nicht glauben, dass Sony es ernst meint.“

Hirai hatte die frühere Verlustprognose im Februar veröffentlicht, nachdem Sony den Verkauf seines PC-Geschäfts ankündigte. Die Sparte, die Notebooks der Marke Vaio herstellt, wurde an die Beteiligungsgesellschaft Japan Industrial Partners Inc veräußert. Gleichzeitig wurde die Abspaltung des Fernsehgerätegeschäfts in eine eigene Gesellschaft in Aussicht gestellt.

Sony will die endgültigen Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr sowie seine Prognose für das laufende Jahr am 14. Mai bekanntgeben, hieß es heute.

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