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05.01.2007

11:25 Uhr

Erste Order A350 XWB und Großauftrag

Doppelter Grund zur Freude bei Airbus

Beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS geht es nach dem krisenbehafteten Jahr 2006 wieder aufwärts. Nicht nur, dass die Tochter Airbus am Donnerstag die erste feste Bestellung für das neue Lang-Streckenflugzeug A350 XWB bekommen hat. Nur einen Tag später ging eine Großbestellung ein.

So soll der A350 XWB aussehen. Computergrafik: Airbus

So soll der A350 XWB aussehen. Computergrafik: Airbus

ali/fas/HB PARIS/MÜNCHEN/KUALA LUMPUR. Die US-Leasing-Gesellschaft Pegasus Aviation Finance orderte am Donnerstag zwei A350 XWB. Ferner bestellten die Amerikaner sechs Mittelstrecken-Flieger vom Typ A 330-200. Bislang lagen Airbus nur 40 Kaufabsichten für die A350 XWB vor.

Airbus will mit der neuen Modell der Boeing 787 Konkurrenz machen. Doch die erste Version des A350 fiel bei den Kunden durch. Ende 2006 gab Mutter EADS den Startschuss für den neuen, extra breiten A350 XWB (extra wide body), auch wenn die Finanzierung der Entwicklungskosten von zehn Mrd. Euro noch nicht vollständig gesichert ist.

Großbestellung beim A320

Auf bewährte Technik setzt die malaysische Fluggesellschaft Air Asia. Sie erwägt, ihre festen Bestellungen des Kurz- und Mittelstreckentyps A320 auf 200 Maschinen zu verdoppeln. Damit hätte die erst fünf Jahre alte Fluggesellschaft eine der größten Flotten in Asien. Bislang hat Air Asia 100 Airbus A320 fest bestellt und Optionen auf 30 weitere Maschinen. „Wir prüfen, die Bestellung aufzustocken“, bestätigte Air Asia Vize-Chef Kamarudin Meranum am Freitag entsprechende Spekulationen. Auf die Frage, wieviele Flugzeuge er insgesamt plane zu kaufen, sagte er: „Maximal 200.“

Nach Listenpreis würden die 70 zusätzlichen Flugzeuge 3,47 Mrd. Euro kosten. Früheren Angaben von Air-Asia-Chef Tony Fernandes zufolge will die Gesellschaft die Flugzeuge über Kredite finanzieren. Um in der Asien-Pazifik-Region weiter wachsen zu können, seien mehr Flugzeuge nötig, sagte Fernandes.

Sparprogramm

Darüber hinaus kommt Airbus bei der Restrukturierung voran: Das Management will in der nächsten Woche erste Gespräche mit den Gewerkschaften über die geplante Sanierung führen. „Die Gespräche zur Präsentation von Details des Programms Power-8 werden in zwei Schritten stattfinden – zuerst auf europäischer und dann auf nationaler Ebene“, sagte Xavier Petracchi, ein Vertreter der französischen Gewerkschaft CGT, am Donnerstag in Paris. Airbus wollte die Aussagen nicht kommentieren. Airbus ist durch Produktionsprobleme beim Riesenflugzeug A380 und durch die Dollarschwäche in die größte Krise der Unternehmensgeschichte gerutscht.

Das Management um Airbus-Chef Louis Gallois will die Kosten der EADS-Tochter um zwei Milliarden Euro pro Jahr drücken. Der Acht-Punkte-Plan dazu sieht unter anderem vor, die Fertigungstiefe bei Airbus zu senken und Werke auszulagern. Doch bislang stehen nur Eckpunkte des Konzepts.

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