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07.05.2013

09:16 Uhr

Erstes Quartal

Autozulieferer Norma verdient weniger

Die schleppende Konjunktur in Europa setzt dem Auto- und Industriezulieferer Norma zu. Der Umsatz blieb zwar stabil, der Gewinn schrumpfte allerdings. In den USA lief es noch schlechter als in Europa.

Porsche Panameras am Fließband: Norma stellt unter anderem Schlauch- und Rohrschellen für Autos her. dpa

Porsche Panameras am Fließband: Norma stellt unter anderem Schlauch- und Rohrschellen für Autos her.

HamburgDer Automobil- und Industriezulieferer Norma Group hat wegen der schleppenden Konjunktur in Europa zu Jahresbeginn weniger verdient. Während der Umsatz in den ersten drei Monaten nahezu stabil war, schrumpfte der bereinigte Betriebsgewinn (Ebita) um knapp drei Prozent auf 28,3 Millionen Euro, wie der MDax-Neuling am Dienstag mitteilte. "Wir sind zufrieden, dass wir unseren Umsatz im ersten Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahresquartal stabil halten konnten, obwohl die konjunkturelle Entwicklung in Europa nach wie vor unsicher ist", erklärte Vorstandschef Werner Deggim.

Während die Erlöse in Europa dank einiger Zukäufe leicht zulegten, sank der Umsatz in Amerika um knapp sieben Prozent. In der Region Asien-Pazifik wuchs Norma um fast ein Fünftel, allerdings war die Ausgangsbasis dort vergleichsweise niedrig. Für das Gesamtjahr zeichnet sich ein leichtes Wachstum ab: Das Unternehmen aus Maintal bei Frankfurt holte in den ersten drei Monaten Aufträge im Wert von knapp 230 Millionen Euro herein, ein Zuwachs um sechs Prozent.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

Das Management bekräftigte daher die Ziele, wonach der Umsatz moderat zulegen und die operative Rendite auf dem Niveau der Vorjahre von mehr als 17 Prozent gehalten werden soll. Zu Jahresbeginn sank die Ebita-Marge auf 17,8 Prozent von 18,3 Prozent vor einem Jahr.

Das Unternehmen stellt unter anderem Schlauch- und Rohrschellen her, die in Autos, Flugzeugen, Abwassersystemen oder Waschmaschinen verwendet werden.

Von

rtr

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