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30.01.2005

12:20 Uhr

Erstnotiz des von Bayer abgespaltenen Unternehmens am Montag

Lanxess kündigt zusätzliche Sparmaßnamen an

Der Chemie- und Kunststoffkonzern Lanxess will die Personalkosten stärker senken als bisher geplant. Jeder Standort und jedes Geschäft werde geprüft, kündigte Unternehmenschef Heitmann an.

HB BERLIN. Der von Bayer abgespaltene Chemie- und Kunststoffkonzern Lanxess will über die angekündigten Sparmaßnahmen hinaus die Kosten senken. Jeder Standort und jedes Geschäft werde nach dem Börsengang am kommenden Montag überprüft, kündigte Unternehmenschef Axel Heitmann gegenüber der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» (FAS) an. Dabei stehe die gesamte Wertschöpfungskette zur Diskussion.

«Im Sommer wird die Planung abgeschlossen sein.» Dann werde entschieden: «Wo haben wir Überkapazitäten? Wo produzieren wir lieber weniger oder gar nichts, um das Ergebnis zu verbessern», sagte er der «FAS». Investoren soll Heitmann im Vorfeld der Erstnotiz im Frankfurter Handel versprochen haben, die Rendite möglichst schnell und kräftig anzuheben, hieß es in dem Sonntagsblatt.

Ziel sei es deshalb, die Personalkosten über längere Arbeitszeiten oder niedrigere Löhne zu senken, betonte er gegenüber der «FAS». «Wir müssen die Arbeitskosten in den eigenen Reihen senken», sagte Heitmann - auch über das ohnehin unter den Beschäftigten umstrittene Sparpaket von 20 Millionen Euro hinaus.

Der Vorstand werde seinerseits auch auf Gehalt verzichten, kündigte der Lanxesschef an. Bei der Restrukturierung gehe es jedoch darum, «möglichst viel Geschäfte und somit möglichst viele Arbeitsplätze im Konzern zu erhalten», versicherte Heitmann.

Bayer hat den größten Teil seines Chemie- und Kunststoffgeschäfts in das Unternehmen Lanxess eingebracht. Das Unternehmen ist seit Mitte letzten Jahres operativ tätig und beschäftigt weltweit an mehr als 50 Standorten insgesamt 20.000 Mitarbeiter. Am kommenden Montag werden Lanxess-Papiere erstmals an der Börse gehandelt. Für jeweils zehn Bayer-Papiere erhalten Bayer-Aktionäre eine Lanxess Lanxess-Aktie. ist damit aktienrechtlich vollständig von Bayer abgespalten.

Lanxess-Beschäftigte hatten Anfang Januar mit Widerstand gegen die angekündigten Sparmaßnahmen gedroht. Insbesondere die geplanten Kürzungen von übertariflichen Leistungen sollen mit juristischen Mitteln verhindert werden.

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