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10.01.2008

11:30 Uhr

Ertragsprognosen

Dupont stärkt Chemie-Zuversicht

VonSiegfried Hofmann

Der US-Konzern rechnet mit mindestens elf Prozent Wachstum für 2007. Vorallem die starke Nachfrage nach Saatgut und Pflanzenschutzmitteln in den Schwellenländern sind für die guten Zahlen verantwortlich. Sogar die schwächelnde US-Konjunktur kann der Branche deshalb zur Zeit wenig anhaben.

FRANKFURT. Der US-Chemiekonzern Dupont hat seine Ertragsprognosen für 2007 und 2008 angehoben und sorgte damit für eine positive Stimmung bei vielen Chemie-Investoren. Für das vergangene Jahr werde man mindestens elf Prozent Gewinnwachstum ausweisen, kündigte Konzernchef Charles Holliday an. Für 2008 stellt er ein Plus beim Gewinn je Aktie von fünf bis zehn Prozent in Aussicht.

Gegenüber den bisherigen Erwartungen entsprechen diese Prognosen zwar nur einer Verbesserung um etwa einen Prozentpunkt. Fachleute werten diese Aussagen aber als Indiz dafür, dass Dupont und einige andere Chemiehersteller von der schwachen US-Konjunktur nur wenig gebremst werden. Gute Ergebnisse in anderen Regionen und Märkten gleichen die negativen US-Vorgaben mehr als aus. Die Aktie des Konzerns legte gestern zeitweise um mehr als fünf Prozent zu. Auch andere Chemiewerte wie BASF und Syngenta notierten fester.

Dupont ist der siebtgrößte Chemiehersteller der Welt. In den ersten neun Monaten steigerte der Konzern seinen Umsatz um sechs Prozent auf 23,4 Mrd. Dollar und den Gewinn um sieben Prozent auf 2,4 Mrd. Dollar.

Dupont-Chef Holliday begründete den positiven Ertragstrend vor allem mit anhaltendem Wachstum in den Schwellenländern und einer generell starken Nachfrage nach Saatgut und Pflanzenschutzmitteln.

Er bestätigte damit die offenbar relativ starke Konjunktur in diesem Teilsegment des Chemiemarktes. Bereits in der vergangenen Woche hatte auch der amerikanische Saatgut- und Biotechkonzern Monsanto mit überraschend starken Quartalzahlen und erhöhten Prognosen für sein laufende Geschäftsjahr 2007/2008 aufgewartet.

Agrochemie-Hersteller profitieren derzeit indirekt von den weltweit steigenden Agrarpreisen und der wachsenden Nachfrage nach Biorohstoffen. Landwirte investieren vor diesem Hintergrund verstärkt in Saatgut und Pflanzenschutzmittel. Zudem wurden vor allem in Südamerika die Anbauflächen ausgeweitet.

Neben Monsanto, Dupont und der Schweizer Syngenta sind auch die deutschen Chemiekonzerne Bayer und BASF stark im Agrochemiegeschäft vertreten. Allerdings liegt bei ihnen der Schwerpunkt noch stärker im Bereich Pflanzenschutzmittel, während bei Dupont und Monsanto das Saatgutgeschäft wesentlich größeres Gewicht hat.

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