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12.08.2011

10:06 Uhr

Erwartungen verfehlt

Stahlwerke verhageln Thyssen-Krupp die Bilanz

Der Gewinn stiegt bei Thyssen-Krupp zwar, aber nicht so stark wie erwartet. Im zweiten Quartal belasteten vor allem die Anlaufkosten für neue Stahlwerke. Umso schwieriger wird nun die Aufgabe für Konzernchef Hiesinger.

Ein Mitarbeiter von Thyssen-Krupp zieht im Duisburger STahlwerk am Hochofen eine Probe. Quelle: dpa

Ein Mitarbeiter von Thyssen-Krupp zieht im Duisburger STahlwerk am Hochofen eine Probe.

EssenDie Anlaufverluste neuer Stahlwerke in den USA und Brasilien verhageln dem Mischkonzern Thyssen-Krupp weiter die Bilanz. Das Unternehmen steigerte zwar im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 (per Ende September) den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um neun Prozent auf 545 Millionen Euro, wie Thyssen-Krupp am Freitag mitteilte.

Analysten hatten allerdings im Schnitt mit fast 30 Millionen Euro mehr gerechnet. Der Überschuss nach Anteilen Dritter fiel sogar um 22 Prozent auf 212 Millionen Euro. Hier hatten die Experten mit 268 Millionen Euro gerechnet. Mit einem Umsatz von 12,851 Milliarden Euro und einem Auftragseingang von 14,120 übertraf der Konzern die Erwartungen immerhin deutlich.

Im dritten Quartal fuhr die Sparte Steel Americas, zu der die neuen Stahlwerke gehören, vor Zinsen und Steuern einen Verlust von 190 Millionen Euro ein. Das war zwar weniger als in den Quartalen davor - dennoch steht die Sparte nach neun Monaten mit 887 Millionen Euro in der Kreide.

Die europäische Stahlsparte steigerte hingegen ihr Ebit auf 322 Millionen Euro nach 218 Millionen Euro. Die Edelstahlsparte verdiente dagegen nichts mehr, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Ebit von 81 Millionen Euro in den Büchern stand.

Thyssen-Krupp bekräftigte seine Jahresprognose: Im Gesamtjahr soll der Umsatz von zuletzt 42,6 Milliarden Euro um zehn bis 15 Prozent gesteigert werden. Das bereinigte Ebit will der Konzern auf etwa zwei Milliarden Euro nach zuvor 1,2 Milliarden Euro steigern.

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