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10.10.2013

11:36 Uhr

EU-Apotheken

Gericht prüft Medikamenten-Rabatte

Manche Medikamente sind im Ausland billiger als hierzulande. Der Bundesgerichtshof will nun klären, ob deutsche Kunden verschreibungspflichtige Mittel in anderen Ländern bestellen und in Deutschland abholen dürfen.

Der Bundesgerichtshof muss klären, ob im Ausland bestellte Medikamente in deutschen Apotheken abgeholt werden können. dpa

Der Bundesgerichtshof muss klären, ob im Ausland bestellte Medikamente in deutschen Apotheken abgeholt werden können.

KarlsruheDer Bundesgerichtshof will sein noch ausstehendes Urteil über Rabatte für preisgebundene Medikamente im Januar verkünden. Das teilte das Gericht am Donnerstag mit. Die Richter wollen klären, ob deutsche Kunden verschreibungspflichtige Mittel dann billiger erhalten dürfen, wenn sie ihr im Ausland bestelltes Medikament in einer deutschen Apotheke abholen.

Konkret geht es um die Klage der Wettbewerbszentrale gegen drei Apotheken in Nordrhein-Westfalen, die ihren Kunden in Kooperation mit der niederländischen Montanus-Apotheke Rabatte auf verschreibungspflichtige Mittel angeboten hatten. Der Kunde konnte die Arznei dann entweder in den Niederlanden oder in der deutschen Apotheke abholen. Die Apotheken wollten sich nicht dazu äußern, ob das Modell noch existiert. Montanus hatte sein „Vorteil24“ -Angebot mit den Linda-Apotheken letztes Jahr eingestellt.

Pfizers wichtigste Medikamente

Platz 10

Premarin Family - Umsatz: 1,07 Milliarden Dollar

Das Östrogen-Medikament wird unter anderem bei der Brustkrebs- und Prostatakrebs-Behandlung eingesetzt.

Platz 9

Sutent - Umsatz: 1,23 Milliarden Dollar

Das Mittel wird bei der Krebstherapie eingesetzt und soll die Bildung von Metastasen verhindern.

Platz 8

Zyvox - Umsatz: 1,34 Milliarden Dollar

Das Antibiotikum wird in Europa unter dem Namen Zyvoxid verkauft und bei bakteriellen Infektionen eingesetzt.

Platz 7

Norvasc - Umsatz: 1,35 Milliarden Dollar

Das Medikament soll Bluthochdruck verhindern und wird besonders Herzpatienten verschrieben.

Platz 6

Viagra - Umsatz: 2,05 Milliarden Dollar

Die Wirkung der kleinen blauen Pillen dürften weltweit bekannt sein. Das Mittel gegen Erektionsstörungen sorgt vor allem bei Überdosierung für Probleme.

Platz 5

Celebrex - Umsatz: 2,71 Milliarden Dollar

Bei Gelenkerkrankungen wie Arthritis soll dieses Medikament Schmerzen, Entzündungen und Fieber entgegenwirken.

Platz 4

Prevnar 13/ Prevenar 13 - Umsatz: 3,72 Milliarden Dollar

Mit diesem Impfstoff werden Patienten vor bakteriellen Erkrankungen wie Lungenentzündung und Hirnhautentzündung geschützt.

Platz 3

Enbrel - Umsatz: 3,74 Milliarden Dollar

Bei rheumatischen Erkrankungen soll das gentechnologisch hergestellte Protein helfen, Entzündungen vorzubeugen.

Platz 2

Lipitor - Umsatz: 3,95 Milliarden Dollar

Das Medikament senkt den Cholesterinspiegel und ist damit einer der Umsatztreiber der Schweizer. In Deutschland wird der Wirkstoff auch unter den Namen Sortis und Atorvalan vertrieben.

Platz 1

Lyrica - Umsatz: 4,16 Milliarden Dollar

Das umsatzsstärkste Medikament der Schweizer löst Krämpfe, wie beispielsweise bei Epilepsien und Angstsstörungen. Besonders bei der Diabetes wird der Wirkstoff eingesetzt.

Mehrere Verfahren über die Frage, ob Versandapotheken anderer EU-Staaten deutschen Kunden Rabatte auf preisgebundene Arzneien gewähren dürfen, wurden beim BGH am Mittwoch eingestellt. Grund ist eine Gesetzesänderung von 2012, die derartige Boni mittlerweile verbietet.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

10.10.2013, 13:27 Uhr

Überall gibt es Wettbewerb. Warum hier nicht? Die Unternehmer produzieren dort, wo es am billigsten ist. Also muß ich meine Arznei dort kaufen können, wo es am billigsten ist. Hält auch die Kosten für die Kasse niedrig.

Mit einer Positivliste liessen sich die Kosten für Arzneimittel noch mehr senken. Deutschland hat nahe 40000 Arzneimittel, Frankreich nicht mehr als 3000. Von einem Massensterben dort ist mir nichts bekann!

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