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30.09.2014

13:55 Uhr

EU-Flugsicherheitsbehörde

A350 bekommt grünes Licht

Neuer Langstreckenflieger geht in die Luft: Der Airbus A350-900 darf an Qatar Airways ausgeliefert werden. Die Dreamliner-Konkurrenz wurde ausgiebig und langfristig getestet.

Das besonders breite Modell A350 XWB wird derzeit noch getestet. Reuters

Das besonders breite Modell A350 XWB wird derzeit noch getestet.

ParisDer neue Airbus-Langstreckenflieger A350-900 hat die Zulassung der europäischen Aufsichtsbehörden für den Passagierverkehr bekommen. Airbus habe gezeigt, dass die Maschine den EU-Vorgaben zu Sicherheit und Umwelt genüge, erklärte die in Köln ansässige Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) am Dienstag. EASA-Chef Patrick Ky sprach von einem „sehr reifen Flugzeug“. Damit kann Airbus das Flugzeug noch in diesem Jahr an den ersten Kunden, Qatar Airways, ausliefern. Insgesamt liegen 750 Bestellungen für den A350 vor.

Der Langstreckenflieger in seiner Version A350-900 kann 315 Passagiere über eine Distanz von 14.500 Kilometern transportieren. Er soll dem Prestigeflieger Dreamliner des US-Flugzeugbauers Boeing und der Boeing 777 Konkurrenz machen. Laut Airbus wird der A350, der vor allem aus leichten Verbundwerkstoffen gefertigt ist, rund ein Viertel weniger Treibstoff verbrauchen als herkömmliche Maschinen vergleichbarer Größe.

Seinen ersten Testflug absolvierte der neue Airbus-Langstreckenflieger im Juni 2013, seitdem kamen bei Testflügen mehr als 2600 Flugstunden zusammen. Unter anderem legte er bei einer 20-tägigen weltweiten Testtour 151.300 Kilometer zurück, absolvierte 180 Flugstunden und landete auf 14 Flughäfen. Airbus-Chef Fabrice Brégier sprach von einem der „striktesten und effizientesten Versuchsprogramme“, das jemals für ein Zivilflugzeug entwickelt worden sei. Der Konzern erwartet im Verlauf des Oktobers das grüne Licht der US-Behörden.

Eine längere Version des Flugzeugs, der A350-1000 mit Platz für 369 Passagiere, soll 2017 in Dienst gestellt werden. Das Projekt eines kleineren A350-800 mit 276 Sitzen dürfte indes aufgegeben werden. Airbus dürfte stattdessen auf eine erneuerte Version des A330 setzen.

Von

afp

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