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11.06.2015

14:39 Uhr

EU-Kommission

GE-Alstom-Deal steht auf der Kippe

Die Übernahme der Alstom-Energiesparte durch General Electric steht offenbar auf der Kippe. Laut einem Agenturbericht will die EU-Kommission am Freitag eine Liste mit Einwänden vorlegen.

Die Übernahme der Energiesparte des französischen Konzerns durch General Electric könnte an den Wettbewerbshütern der EU scheitern. AFP

Alstom und GE

Die Übernahme der Energiesparte des französischen Konzerns durch General Electric könnte an den Wettbewerbshütern der EU scheitern.

BrüsselDie EU-Wettbewerbshüter haben Insidern zufolge erhebliche Vorbehalte gegen die Pläne des Siemens-Rivalen General Electric (GE) zur Übernahme der Energiesparte des französischen Industriekonzerns Alstom. Zwei mit der Sache vertraute Personen sagten am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Europäische Kommission wohl am Freitag dem US-Unternehmen offiziell eine Liste mit Einwänden vorlegen werde. GE versuche die Brüsseler Behörde noch mit Zugeständnissen von dem 12,4 Milliarden Euro schweren Vorhaben zu überzeugen.

Eine solche Vorbehaltsliste der Kartellwächter gilt als Vorstufe eines Vetos und kann nur durch starke Argumente oder erhebliche Zugeständnisse entkräftet werden.

GE erklärte, das Unternehmen sei in Gesprächen mit der Kommission und zuversichtlich, den Deal im zweiten Halbjahr über die Bühne zu bringen. Die Kommission wollte sich nicht dazu äußern.

Die Alstom-Aktie verlor in Paris 3,5 Prozent.

Im Februar hatte die Kommission eine genaue Prüfung der GE-Pläne in die Wege geleitet. Sie fürchtet, dass durch die Übernahme nur noch zwei große Konkurrenten auf dem europäischen Gasturbinen-Markt verbleiben und die Preise steigen könnten. Siemens hatte in dem Bieterstreit den Kürzeren gezogen.

Von

rtr

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