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12.02.2014

16:40 Uhr

EU-Prognose

Vernetzte Autos wohl ab 2015 auf den Straßen

Hat ein Wagen einen Unfall, warnt er Autos, die auf derselben Straße unterwegs sind: Geht es nach der EU, soll diese Vision bereits ab nächstem Jahr Wirklichkeit werden. Dafür wurden nun technische Normen festgelegt.

Staugefahr? Vernetzte Autos hätten vorgewarnt. dpa

Staugefahr? Vernetzte Autos hätten vorgewarnt.

BrüsselDie umfassende Computer-Vernetzung von Autos für sicherere Fahrten ist in Europa einen Schritt näher gerückt. Eine Reihe wichtiger technischer Normen, die für die Vernetzung nötig seien, seien verabredet worden, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. „Vernetzte Autos, die miteinander und mit der Straßeninfrastruktur kommunizieren können, werden voraussichtlich schon ab 2015 auf Europas Straßen zu sehen sein“, stellte sie in Aussicht.

Es geht um Fälle wie diesen: Ein Wagen hat einen Unfall. Er warnt daraufhin die Autos, die auf derselben Straße unterwegs sind und auffahren könnten, zum Beispiel durch eine Meldung auf der Windschutzscheibe dieser Autos. Oder: Eine Reihe von Autos schaltet ihre Scheibenwischer ein. Diese Informationen werden an einen zentralen Computer weitergeleitet und daraufhin alle Autos in der Region auf Regen und nasse Straßen hingewiesen. Wenn viele Autos häufig bremsen, könnten die anderen vor einem Stau gewarnt werden.

Damit sollen nicht nur Unfälle verhindert werden. Die Vernetzung soll auch allgemein einem reibungsloseren Verkehr dienen. Auch wenn heutige Navigationssysteme zum Teil schon Staus melden und in ihre Berechnungen einbauen: Die Genauigkeit der Angaben aus vernetzten Systemen sei viel höher, erklärte die EU-Kommission.

Die jetzt vereinbarten Normen wurden unter dem Dach der Normenorganisationen ETSI und CEN/ISO entwickelt, wie die Behörde weiter erklärte. Dabei kam auch Steuergeld zum Einsatz: Seit 2002 seien über 180 Millionen Euro aus EU-Töpfen in etwa 40 Projekte investiert worden, deren Resultate nun in die Normen einflossen.

Auto-Antriebe

Verbrennungsmotor

Billiges Öl in den USA und der Beginn der Massenmotorisierung durch Ford haben dem „Verbrenner“ zum Durchbruch verholfen. In verschiedenen Varianten treibt er heute beinahe alles an, was fährt. Ob Ottomotor oder Dieselmotor, beide Aggregate werden vor allem mit fossilen Brennstoffen, also Produkten aus Erdöl betrieben. Doch die Technik lässt je nach Modifikation auch anderen Treibstoff zu, etwa Alkohol, Biodiesel, Gase oder gar Frittenfett. So kann der Verbrenner auch ein alternativer Antrieb sein.

Autogas und Erdgas

Der Antrieb mit Autogas funktioniert nach einer technischen Umrüstung in fast allen Benzinmotoren. Die kostet je nach Modell einige tausend Euro. Der günstigere Preis für das Gas spart zwar Geld, die Investition rechnet sich meist aber nur für Vielfahrer. Autogas (LPG) ist allerdings nicht an allen Tankstellen zu haben, zudem schmälert der Zusatztank meist den Platz im Kofferraum. Ist der Gastank leer, fährt der Motor mit Benzin weiter.

Eine andere Möglichkeit ist Erdgas, das ebenfalls in einem herkömmlichen Ottomotor verbrannt wird. Autos mit Erdgas-Antrieb finden sich häufiger in größeren Flotten oder auch in Bussen. Auch hier ist das Tankstellennetz noch nicht flächendeckend. Ein redaktionelles Special zu diesem Thema finden Sie hier.

Hybrid

Autos mit Hybrid-Antrieb haben beides an Bord: einen Verbrennungs- und einen Elektromotor. Dabei gibt es mehrere Varianten wie sogenannte „milde“, „volle“ und Plug-in-Hybriden. In der „milden“ Variante wird die Batterie etwa mit der Bremsenergie aufgeladen und greift dem Verbrennungsmotor unter die Arme. Ein Vollhybrid kann auch rein elektrisch fahren, die Batterie wird während der Fahrt mit dem Benziner geladen, auch wird Energie beim Bremsen erzeugt. Der Plug-in-Hybrid schließlich kann an der Steckdose geladen werden, was seine Reichweite beim elektrischen Fahrbetrieb verlängert. Mehr zum Thema Hybrid und Elektro-Auto lesen Sie hier.

Elektromotor

Reine Elektroautos sind zurzeit noch echte Raritäten auf den Straßen der Welt, obwohl sie in den Anfangsjahren des Automobils schon einmal breiter vertreten waren als Verbrennungsmotoren. Sie werden von Batterien gespeist und kommen ganz ohne fossile Energieträger aus - wenn man davon absieht, dass der Strom oft aus Kohle, Gas oder Atomkraft gewonnen wird. Viele Hersteller forschen derzeit an E-Autos und verfolgen dabei etliche verschiedene Ansätze. So werden etwa herkömmliche Fahrzeuge umgebaut oder ganz neue Konzepte speziell für den Stromantrieb entwickelt.

Dabei hat der Antrieb eine lange Geschichte und ist alles andere als eine neue Idee. Bereits in der Frühzeit der Automobilgeschichte gab es „Stromer“, bei kleinen Lieferwagen erhielt sich der Antrieb. Billiges Öl und wachsender Bedienkomfort verhalfen dem Verbrenner aber zum Durchbruch. Nun erlebt die E-Technik eine Wiedergeburt. Das größte Problem dabei ist die Speichertechnik, sprich die Batterien. Mehr zum Thema Hybrid und Elektro-Auto lesen Sie hier.

Brennstoffzelle

Für Ingenieure ist sie die Krönung des Antriebs - lautlos, leistungsstark und aus dem Auspuff strömt nur Wasserdampf. Die Brennstoffzelle treibt bereits U-Boote an, auch Versuchsautos gibt es längst. Dennoch ist Technik noch lange nicht für den Massenmarkt bereit. Ungeklärt ist etwa die Frage, wie der Wasserstoff energieeffizient und umweltschonend gewonnen werden kann. Auch technisch gibt es noch viel zu klären, vom Ausbau des nötigen Tankstellennetzes einmal ganz zu schweigen. Trotzdem halten viele Experten die Brennstoffzelle für den Königsweg und das batteriegetriebene E-Auto für nicht viel mehr als einen Zwischenschritt in der Entwicklung der Mobilität der Zukunft.

In den USA sind ähnliche Systeme auf dem Weg. Die zuständigen Behörden gaben Anfang letzter Woche grundsätzlich grünes Licht für die Technik. US-Verkehrsminister Anthony Foxx verglich den erwarteten Fortschritt in der Sicherheit mit der Einführung von Anschnallgurten und Airbags.

Unterdessen wies der Automobilclub von Deutschland (AvD) auf neue Risiken hin. „Der AvD befürchtet, dass Autofahrer sich in der Sicherheit wiegen, vom System gewarnt zu werden, und bei Systemausfällen ungewarnt verunglücken könnten“, sagte AvD-Sprecher Johannes Hübner der Nachrichtenagentur AFP. Auch das Problem des Datenschutzes sei ungeklärt. „Das Risiko ist ganz klar, dass jemand, der in den Besitz der Daten kommt, die von den Autos an die Zentrale gesendet werden, tiefgreifende Nutzerprofile erstellen kann.“

Von

afp

Kommentare (1)

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compact-magazin_com

12.02.2014, 18:00 Uhr

Super dann haben die Bilderberger alle Steuersklaven noch besser unter kontrollieren!

Fehlt nur noch die Abschaffung des Bargelds!

Big Brother is watching you!

Menschen ohne Konto sind unkontrollierbar, weil deren Geldverkehr nicht über Kontobewegungen ersichtlich sind!

Die Abschaffung des physischen Geldes ist somit der nächste Schritt um Kontrolle über alle Bürger eines Staates zu bekommen.

Und eine solche Kontrolle muss her, gerade in Krisenzeiten. Schließlich will die Staatsmafia wissen, was ihre Untertanen so treiben.

Bargeld bedeutet Schutz!

Bargeld ist der einzige Schutz, um bei seinen Finanztransaktionen nicht "gläsern" zu werden!

Ich wiederhole meine obigen Worte noch einmal, weil sie sehr wichtig sind:

Über die vernetzten Autos werden Ihre kompletten Bewegungen kontrolliert und ausgespäht!

Warum erfahren wir nichts davon in den gleichgeschalteten Medien?

Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

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