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01.08.2013

12:41 Uhr

Euro-Zone

Industrie beendet zweijährige Durststrecke

Chinas steigende Nachfrage nach Exportwaren und stabilere Binnenmärkte lassen die Euro-Zone aufatmen: Die Rezession schein beendet. Den größten Wachstumsschub konnte Deutschland vermelden.

Erleuchtet im neuen Glanz: Die Euro-Zone hat die längste Rezession ihrer Geschichte hinter sich gelassen. dapd

Erleuchtet im neuen Glanz: Die Euro-Zone hat die längste Rezession ihrer Geschichte hinter sich gelassen.

BerlinEnde einer zweijährigen Durststrecke: Die Industrie in der Euro-Zone ist im Juli erstmals nach langer Pause wieder gewachsen. Dafür sorgten die steigende Nachfrage nach Exportwaren und stabilere Binnenmärkte. Da auch die chinesische Industrie erfolgreich in die zweite Jahreshälfte startete, wächst die Hoffnung auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends.

Der Einkaufsmanagerindex kletterte um 1,5 auf 50,3 Punkte, wie das Markit-Institut am Donnerstag zu seiner Umfrage unter 3000 Unternehmen in der Währungsunion mitteilte. Damit liegt das Barometer erstmals seit Mitte 2011 wieder über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert. "Dadurch erhöhen sich die Chancen, dass der Industriesektor dem Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal einen kräftigen Schub verleiht und somit dabei hilft, die Euro-Zone aus der Rezession zu befreien", sagte Markit-Ökonom Rob Dobson. Einen kleinen Lichtblick gibt es auch für den Arbeitsmarkt. Zwar bauten die Firmen erneut Stellen ab, es waren aber so wenige wie seit anderthalb Jahren nicht mehr. Im Juni war die Zahl der Arbeitslosen in der Euro-Zone erstmals seit zwei Jahren gesunken, wenn auch nur um 24.000.

Die Euro-Zone steckt in der längsten Rezession ihrer Geschichte. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Januar bis März das sechste Quartal in Folge. Viele Ökonomen gehen davon aus, dass der Niedergang im Frühjahr gestoppt wurde. Die offiziellen Daten werden am 14. August von Eurostat veröffentlicht.

Der größte Produktionsschub wurde in Deutschland gemessen. „Für den deutschen Industriesektor zeichnete sich eine erfreuliche Trendwende ab“, sagte Markit-Ökonom Tim Moore. „Die neue Dynamik verdanken die Produzenten vor allem der erstarkenden Nachfrage auf dem Binnenmarkt.“ Das Exportgeschäft flaue indes ab, was vor allem der sinkenden Nachfrage aus China und dem europäischen Ausland geschuldet sei.

Aber auch in Italien, den Niederlanden, Irland, Frankreich und Österreich ging es nach oben. Selbst in Griechenland wurde die Produktion nur noch vermindert zurückgefahren, während Spanien den zweitschwächsten Rückgang seit mehr als zwei Jahren verzeichnete. „Die Industrie profitiert von ihrer verbesserten preislichen Wettbewerbsfähigkeit in den Peripherieländern und einer moderat wachsenden globalen Nachfrage“, sagte Berenberg-Bank-Ökonom Christian Schulz.

Hoffnung auf eine weitere Belebung der Weltwirtschaft macht auch China. Dort stieg der offizielle Einkaufsmanagerindex im Juli überraschend um 0,2 auf 50,3 Punkte, wie das Statistikamt zu seiner Umfrage unter vorwiegend großen und staatlichen Firmen mitteilte. Ökonomen sehen zwar noch keine Trendwende zum Besseren für die chinesische Wirtschaft, deren Wachstum in neun der vergangenen zehn Quartale an Schwung verloren hat. „Aber zumindest zeigt die Umfrage, dass sich die Konjunktur wenigstens stabilisiert“, sagte Ökonom Wei Yao von Societe General.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

01.08.2013, 12:51 Uhr

stabilere Binnenmärkte lassen die Euro-Zone aufatmen: Die Rezession schein beendet.

Will man uns jetzt endgültig einlullen ???

Verschaukeln ????


Unfassbar !

Observer

01.08.2013, 13:45 Uhr

Politbuero Sondermeldung zur Wahl, wirksam verteilt durch die Filiale REUTERS und deren Ableger, wie HB! Weiter so, das Volk glaubt´s!

Antonique

01.08.2013, 13:46 Uhr

So kurz vor den Wahlen muss man das Volk schnell nochmals belügen. Realität ist das alles nicht: fast 3 Millionen ohne Arbeit, weitere 3 bis 4 Millionen in Maßnahmen, um die 10 Millionen Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich, mit dem man keine Rente aufbauen kann. Noch Fragen? Diese verantwortlichen Blockparteien sind mit der Last der oben genannten Punkte nicht mehr wählbar. Obendrein sind Rechtsbrecher und Affärenaussitzer der Politik ebenfalls nicht wählbar. Was tun?: Es gibt eine starke Alternative AfD, der man vertrauen sollte und die eine Chance braucht, ihre bürgernahen Parteiprogramme umzusetzen. Die Altaprteien können wir alle vergessen.

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