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18.11.2012

12:50 Uhr

Eurocopter

Hubschrauber für Pendler

VonMarkus Fasse, Wolfgang Reuter

Eurocopter-Chef Lutz Bertling freut sich über die rasante Nachfrage der Öl- und Gasindustrie nach Hubschraubern. Doch auch Pendlern möchte er die Produkte des Unternehmens nahe bringen.

Eurocopter-Chef Lutz Bertling (zweiter von rechts) mit Verteidigungsminister Thomas de Maizière (zweiter von links) und dem Vorstandsmitglied der EADS-Tochter Cassidian, Bernhard Gerwert (rechts). dapd

Eurocopter-Chef Lutz Bertling (zweiter von rechts) mit Verteidigungsminister Thomas de Maizière (zweiter von links) und dem Vorstandsmitglied der EADS-Tochter Cassidian, Bernhard Gerwert (rechts).

Herr Bertling, sind Sie heute mit dem Hubschrauber nach Ottobrunn gekommen?

Nein, ich komme aus Berlin und habe den Flieger genommen. Bei so einer langen Strecke ist das effizienter.

Sie wollen doch den Hubschrauber Pendlern ans Herz legen. Ergibt das Sinn?

Da bin ich mir ganz sicher. Schauen Sie sich die Situation an den Flughäfen an. Die Startbahnen werden knapp. Man muss sich überlegen, ob man die Kurzstreckenflüge nicht verlagern kann. Da gibt es zwei Möglichkeiten: Zug oder Hubschrauber. Mit den Hochgeschwindigkeitshubschraubern, die wir jetzt entwickeln, werden wir in Zukunft eine Alternative bieten.

Aber Hubschrauberflüge sind doch enorm teuer.

Das ist relativ. Hubschrauber müssen anders als Flugzeuge ihren Auftrieb selbst erzeugen. Deswegen werden wir immer einen höheren Energieverbrauch haben. Sie ermöglichen aber auch ein ganz anderes Einsatzspektrum. Hinzu kommen natürlich höhere Wartungskosten: Ein Hubschrauber hat wesentlich mehr drehende Teile als ein Flugzeug.

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Sie müssten von Städten aus starten. Das wird den Bürgern nicht gefallen. Oder von Hochhausdächern ...

Hochhausdächer sind keine schlechte Idee. Das mindert den Lärm und Sie können nach dem Start direkt abtauchen, das ist noch einmal wesentlich leiser und effizienter. Aber einen Shuttle-Verkehr ins Büro wie in São Paulo oder New York brauchen wir in Deutschland nicht. Bei uns ergibt es Sinn, die Zubringerflüge zu internationalen Flughäfen mit Hubschraubern zu übernehmen. Das geht mit Maschinen, die 30 bis 40 Sitze haben. Die würden sich für Zubringerflüge eignen, beispielsweise von Nürnberg zum Münchener Flughafen.

Wie konjunkturanfällig ist Ihr Geschäft? In der Finanzmarktkrise sind Ihnen die Aufträge um 50 Prozent eingebrochen.

Wir haben am Ende gar nicht so stark gelitten. Unser Umsatz blieb stabil, wir haben nie Verlust gemacht. Natürlich haben wir massiv gespart. Und wir haben uns neue Kunden besorgt, in Brasilien und Malaysia zum Beispiel. Wir haben das Servicegeschäft ausgebaut. Vor der Krise hatten wir vier Flugsimulatoren. Heute haben wir 25 von den USA bis China. Und wir sind mittlerweile einer der größten Anbieter für Triebwerkswartung auf der Welt.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

18.11.2012, 14:17 Uhr

Dafür müssen dann aber viele den Atem anhalten und CO2 sparen, damit die VIPs bequem per Hubschrauber vor Ort kommen.
Liebes Handelsblatt, lest bitte mal eure eigene "Klimawandel"-Artikelserie oder geht das mit dem menschgemachten "Wandel" im Gegensatz zur "Erwärmung" inzwischen ohne CO2?

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