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18.05.2014

19:35 Uhr

Europäisches Projekt

Rüstungskonzerne planen gemeinsames Drohnenprojekt

Deutsch-französisch-italienische Rüstungskooperation: Drei Unternehmen wollen laut Medienberichten gemeinsame Sache bei der Produktion einer Drohne machen. Die Konzerne erwarten grünes Licht aus der Politik.

Nach dem Desaster um die EADS-Drohne Eurohawk wagt der Hersteller einen neuen Vorstoß. dpa

Nach dem Desaster um die EADS-Drohne Eurohawk wagt der Hersteller einen neuen Vorstoß.

BerlinDrei europäische Rüstungskonzerne planen nach Medienberichten ein neues gemeinsames Drohnenprojekt. An dem Vorhaben namens MALE2020 sind nach Recherchen des ARD-Hauptstadtstudios und der Zeitung „Die Welt“ das deutsch-französische Luftfahrtunternehmen Airbus Defence and Space, das französische Unternehmen Dassault Aviation und das italienische Unternehmen Alenia Aermacchi beteiligt.

Die drei Konzerne wollen ihren Vorstoß laut ARD am Montag bekanntgeben. In der Pressemitteilung dazu heiße es: „Airbus Defence and Space, Dassault Aviation und Alenia Aermacchi haben den Verteidigungsministerien Frankreichs, Deutschlands und Italiens ein Angebot zur Formulierung eines europäischen Drohnenprogramms für mittlere Flughöhe und lange Flugdauer (MALE) vorgelegt.“

Laut „Welt“ hat der Vorstandschef der Rüstungssparte von Airbus, Bernhard Gerwert, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), über die Offerte informiert. Die Unternehmen argumentierten, dass sich Europa auf dem strategischen Kernfeld der militärischen Luftfahrt nicht allein von Produkten ausländischer Anbieter abhängig machen dürfe. Man hoffe auf eine zeitnahe Entscheidung der Regierungen.

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Von

dpa

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