Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.01.2007

17:16 Uhr

Europaweiter Absatz 2006

Europäischer Automarkt von deutscher Nachfrage beflügelt

Der Boom auf dem deutschen Automarkt hat 2006 auch die europaweiten Zulassungszahlen beflügelt. Mit einem Anstieg um 3,8 Prozent habe der deutsche Automarkt den stärkten Zuwachs aller großen Länder Westeuropas erreicht. In anderen Ländern sah die Lage nicht so rosig aus.

HB BRÜSSEL. Dies berichtete der europäische Herstellerverband ACEA am Dienstag in Brüssel. Grund seien vor allem Vorzieheffekte wegen der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar gewesen, erklärte der Verband. Mit 10,8 (Vorjahr 10,1) Prozent Marktanteil war Volkswagen 2006 erneut die meistverkaufte Automarke in Europa.

Insgesamt lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in der EU (ohne Zypern und Malta) und den EFTA-Staaten (Norwegen, Schweiz, Island) bei 15,365 Mill. und damit um 0,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Dagegen schrumpfte der Neuzulassungs-Markt 2006 in Frankreich (minus 3,3 Prozent), Großbritannien (minus 3,9) und Spanien (minus 2,0). Zulegen konnte von den großen Ländern neben Deutschland nur Italien, wo die Zulassungszahlen um 3,7 Prozent auf 2,3 Mill. stiegen. Deutschland war mit 3,47 Mill. Neuzulassungen weiter mit Abstand der größte Markt.

Im Dezember kletterte der deutsche Markt um 17,7 Prozent auf 303 416 Autos und verzeichnete damit mehr Neuzulassungen als Frankreich und Italien zusammen. In allen anderen großen Ländern gingen die Auto-Absätze dagegen zurück, in Frankreich und Großbritannien sogar um mehr als zehn Prozent. Europaweit sanken die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent auf 1,07 Mill. Fahrzeuge. Stärker als in Deutschland wuchs der Markt nur in Irland, den Niederlanden und den baltischen Staaten, wobei letztere zwar geringe Volumina, aber hohe Zuwachsraten auswiesen. Polen, der größte osteuropäische Automarkt in der EU, wies ein Plus von 1,5 Prozent auf 239 038 Pkw aus.

Die deutschen Hersteller konnten ihre europaweiten Marktanteile 2006 halten oder ausbauen. Am stärksten legte hierbei der VW-Konzern zu, der seinen Marktanteil insgesamt von 19,4 auf 20,3 Prozent steigerte. Im Dezember ging der VW-Marktanteil dagegen von 21,4 Prozent im Vorjahresmonat auf 21,1 Prozent zurück. Einbußen gab es in dem Monat bei der Kernmarke Volkswagen auf 11,4 Prozent nach 12,0 Prozent im Vorjahr sowie bei Seat, während Skoda und Audi zulegten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×