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05.02.2004

15:57 Uhr

Eurostärke drückt Ergebnis 2003 - Schering hält Dividende stabil

Pharmakonzern Schering enttäuscht die Börse

Beim drittgrößten deutschen Pharmakonzern Schering hat sich der starke Euro im vergangenen Jahr spürbar auf das Geschäft ausgewirkt. Nach einem Umsatz- und Gewinn-Rückgang 2003 soll in diesem Jahr das Betriebsergebnis wieder steigen.

HB BERLIN. Nach einem wegen des starken Euro wie erwartet schwächeren Geschäft im vergangenen Jahr hat der Pharmakonzern Schering mit seinem Ausblick für 2004 die Börse enttäuscht. Die Aktie verlor am Donnerstag gut fünf Prozent und war mit Abstand größter Verlierer im Deutschen Aktienindex (Dax). Mehrere Banken stuften ihre Anlageempfehlung für Schering zurück.

Das Ergebnis pro Aktie werde bereinigt um Sonderfaktoren - wie Kosten für Währungsgeschäfte - auf dem Wert des Vorjahres verharren, teilte Schering am Donnerstag in Berlin mit. Der Betriebsergebnis werde auf dieser Basis allerdings über dem Niveau des vergangenen Jahres liegen. Geschäfte zur Absicherung von Währungsrisiken hatten 2003 den Gewinnrückgang des exportorientierten Konzerns abgefedert. Der Umsatz soll aber in lokalen Währungen gerechnet 2004 prozentual im mittleren einstelligen Bereich steigen. Schering stellte seine Prognose unter den Vorbehalt eines Euro-Wechselkurses von 1,20 US-Dollar. Derzeit tendiert die Gemeinschaftswährung allerdings bei gut 1,25 Dollar und mehrere Volkswirte erwarten einen weiteren Anstieg.

Um die für 2006 angepeilte Umsatzrendite von 18 Prozent zu erreichen, will der Konzern seine Produktpalette überarbeiten. „Wir werden zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um die Kosten zu senken. Das schließt Stellenabbau ein“, sagte Vorstandschef Hubertus Erlen zudem im Gespräch mit Reuters. In Deutschland plant der Konzern den weiteren Abbau von 350 Stellen. Eine bereits beschlossene Kürzung von 300 Stellen soll bis zum Sommer abgeschlossen sein. Weltweit hat Schering rund 26.000 Beschäftigte.

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