Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.04.2012

16:11 Uhr

Eurostar-Auftrag

Alstom gibt Kampf gegen Siemens auf

Alstom will den Kampf gegen die Vergabe eines Großauftrags an Siemens aufgeben. Der Konzernchef will das juristische Verfahren um das 750 Millionen Euro schwere Zuggeschäft beenden. Er hat aber ein Trostpflaster.

Alstom-Chef Patrick Kron will einen neuen Prozess vor dem High Court in London offenbar vermeiden. Reuters

Alstom-Chef Patrick Kron will einen neuen Prozess vor dem High Court in London offenbar vermeiden.

Paris/MünchenDer französische Industriekonzern Alstom hatte im Kampf mit Siemens bisher einen neuen Prozess vor dem High Court in London angestrebt. Doch jetzt lenkt Unternehmenschef Patrick Kron ein.

Bei dem Streit ging es um den Bau von zehn neuen Kanaltunnel-Zügen für die Bahngesellschaft Eurostar. Alstom wollte die Auftragsvergabe an Siemens nicht hinnehmen, weil sie nach Auffassung der Franzosen rechtswidrig war. Das Unternehmen kritisierte vor allem, dass die bei Siemens bestellten Züge nicht den derzeitigen Sicherheitsvorschriften für Fahrten unter dem Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien entsprechen würden. Zudem wurde moniert, dass es Unklarheiten bei der Bewertung der Angebote gegeben habe.

In der ersten Instanz war es Alstom-Anwälten nicht gelungen, die Auftragsvergabe erfolgreich anzufechten. Die neuen Züge für je 900 Passagiere sollen die bestehende Eurostar-Flotte ergänzen und bis zu 320 Kilometer pro Stunde schnell sein.

Zusammen mit der Streitbeilegung kündigte Alstom am Montag einen Vertrag mit der französischen Bahngesellschaft SNCF an. Diese wolle bis zu 40 neue Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ „Euroduplex“ bestellen, teilte das ehemals staatliche Unternehmen mit. Alstom rechnet mit mindestens 30 Auslieferungen im Gegenwert von 900 Millionen Euro.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×