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09.12.2016

12:57 Uhr

Evonik kauft zu

Auf Shoppingtour in den USA

VonBert Fröndhoff

Evonik verstärkt sich in den Vereinigten Staaten. Für rund 630 Millionen Dollar plant Evonik den Kauf des Silica-Geschäfts des Familienunternehmens Huber. Es ist der zweite große Deal der Essener binnen sechs Monaten.

Der Konzern will bis 2018 kräftig wachsen. dpa

Evonik-Zentrale in Essen

Der Konzern will bis 2018 kräftig wachsen.

DüsseldorfDer Spezialchemiehersteller Evonik mischt bei der Übernahmewelle in der Branche weiter kräftig mit. Der Essener Konzern plant den Kauf der Silicasparte des amerikanischen Mischkonzerns JM Huber. Der Aufsichtsrat hat am Freitagnachmittag den Deal absegnet. Die Übernahme wird rund 630 Millionen Dollar (597 Millionen Euro) kosten. Evonik will mit dem Deal seine führende Position am Weltmarkt ausbauen.

Silica ist ein anderer Begriff für Kieselgel – ein farbloser Stoff, der als Geliermittel, Filter und Trockenmittel eingesetzt wird. Evonik verkauft den Stoff bislang für industrielle Anwendungen. Mit dem Zukauf will der Konzern nun in Konsumgüter-Anwendungen expandieren. Huber beliefert mit Silica vor allem große Zahnpasta-Hersteller wie Colgate. In Zahnpasta sorgt der Stoff für die Reinigung und Politur der Zahnoberflächen, ohne gesundheitsgefährdend zu sein.

Der stellvertretende Vorstandschef von Evonik gilt als Treiber hinter der Übernahmestrategie. dpa

Christian Kullmann

Der stellvertretende Vorstandschef von Evonik gilt als Treiber hinter der Übernahmestrategie.

Die Sparte des US-Unternehmens bringt rund 300 Millionen Dollar Umsatz mit und kommt auf eine Marge von 20 Prozent gemessen am Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda). Evonik will also das 10,5-fache des Ebitda zahlen, was am unteren Ende der in der Spezialchemie derzeit üblichen Multiples liegt. Den Kreisen zufolge streichen die Essener aber noch einen Steuervorteil ein, der das Multiple auf Sieben senken wird,.

Es wäre der zweite große Zukauf für die Essener binnen sechs Monaten. Im Mai hatte Evonik die Übernahme der Spezialchemiesparte vom amerikanischen Gasehersteller Air Products angekündigt. Dabei handelte es sich um Inhaltsstoffe und Vorprodukte für Farben, Klebstoffe, Industriereiniger, Körperpflegemittel sowie Polyurethan-Schäume.

Rund 3,8 Milliarden Dollar kostete diese Übernahme, die Evonik rund 1,1 Milliarden Dollar Umsatz mit einer Gewinnmarge von deutlich mehr als 20 Prozent bringt. Der Kauf der Spezialchemiesparte von Air Products soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden.

Es hatte sich schon abgezeichnet, dass es Evonik bei diesem Zukauf nicht belassen wird. Jahrelang hatten die Essener zwar ihre Interesse an externem Wachstum betont, passiert war aber wenig. Nun kommt dem Konzern zugute, dass sich viele Chemiefirmen und Mischkonzerne neu sortieren und Randgeschäfte abstoßen.

So wie JM Huber. Es ist eines der ältesten Familienunternehmen der USA, wurde 1883 vom deutschen Einwanderer Joseph Maria Huber aus Bayern gegründet und ist noch immer im Besitz der Gründerfamilie. Im vergangenen Jahr kam Huber auf einen Umsatz von 1,8 Milliarden Dollar.

Kommentare (4)

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09.12.2016, 14:22 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

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09.12.2016, 17:17 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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09.12.2016, 17:28 Uhr

Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

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