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21.06.2016

16:51 Uhr

Evonik

Spezialchemiekonzern setzt auf gesunde Ernährung

Evonik will seinen Umsatz mit neuen Produkten ankurbeln. Sechs Geschäftsfelder sollen Wachstum bringen, etwa Ernährung und Gesundheit. Der Spezialchemiekonzern erhofft sich mehr als eine Milliarde Euro Umsatz zusätzlich.

Analysten hatten immer wieder kritisiert, der Essener Konzern hänge zu stark vom Geschäft mit Zusatzstoffen für Tiernahrung ab. dpa

Evonik in Essen

Analysten hatten immer wieder kritisiert, der Essener Konzern hänge zu stark vom Geschäft mit Zusatzstoffen für Tiernahrung ab.

EssenDer Spezialchemiekonzern Evonik will mit neuen Produkten seinen Umsatz in die Höhe treiben. Evonik wolle mittelfristig 16 Prozent seines Umsatzes mit Produkten und Anwendungen erzielen, die jünger als fünf Jahre sind, sagte Evonik-Chef Klaus Engel am Dienstag in Essen. Aktuell liege dieser Anteil bei rund zehn Prozent.

Evonik habe sechs Wachstumsfelder ausgemacht, die bis zum Jahr 2025 mehr als eine Milliarde Euro zusätzlich zum Umsatz beitragen sollen, sagte der für Innovationen zuständige Manager Ulrich Küsthardt. Beispiele dafür seien etwa nachhaltige Ernährung oder Lösungen für die Gesundheit. Evonik habe im vergangenen Jahr den Wert seiner Innovationspipeline um eine halbe Milliarde Euro gesteigert, hieß es weiter.

Analysten hatten immer wieder kritisiert, der Essener Konzern hänge zu stark vom Geschäft mit Zusatzstoffen für die Tiernahrung ab, die etwa in der Hühnermast zum Einsatz kommen. Der Konzern will mit einem milliardenschweren Zukauf und Innovationen gegensteuern.

Die größten Chemiekonzerne der Welt

Platz 10

PPG Industries (USA)
Mit 15,33 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet das US-Unternehmen mit Firmensitz in Pittsburgh (Pennsylvania) auf dem zehnten Platz der umsatzstärksten Chemieunternehmen weltweit.
Zu den Produktbereichen gehören Kunstglasprodukte, Kunstharze und Beschichtungswerkstoffe für Raumfahrt, Architektur und Industrie.

Quelle: Unternehmensangaben, Statista 2017 / Gesamtjahr 2016, jeweils letzte verfügbare Angaben

Platz 9

Linde (Deutschland)
Der deutsche Technologiekonzern mit dem Kerngeschäft um Gase und Prozess-Anlagen hat im letzten Jahr 17,83 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und erreicht so den neunten Platz im Unternehmensranking.

Platz 8

Air Liquide (Frankreich)
Auf Platz acht des aktuellen Rankings landet das führende, französische Unternehmen bei Gasen für Industrie, Medizin und Umweltschutz. 19,08 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz in 2016 machen dies möglich. Mit Linde und Praxair zählt Air Liquide zu den drei größten Industriegasherstellern der Welt.

Platz 7

Henkel (Deutschland)
Der Düsseldorfer Konzern gliedert sich in drei Unternehmensbereiche: Wasch-/Reinigungsmitte, Schönheitspflege und die Klebstoffe und fuhr 2016 einen Jahresumsatz von 19,69 Milliarden US-Dollar ein. In naher Zukunft möchte der Siebtplatzierte sowohl die US-Firma Darex Packaging Technologies für mehr als 1,05 Milliarden US-Dollar übernehmen als auch den mexikanischen Anbieter von Friseurprodukten Nattura Laboratorios aufkaufen. Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern will so vor allem das eigene Friseurgeschäft in Mexiko und den USA ausbauen.

Platz 6

DuPont (USA)
24,6 Milliarden US-Dollar Umsatz und Platz sechs für den Konzern für Chemie, Materialien und Energie. Im Dezember 2015 gaben DuPont und der Konkurrent Dow Chemical bekannt, dass sie fusionieren wollen. Danach soll das Gemeinschaftsunternehmen in drei börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufgespalten werden.

Platz 5

Lyondell Basell (USA)
Im Mittelfeld des Rankings und mit 29,18 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet Lyondell Basell. Der weltweit größte Produzent von Polyolefinen und Katalysatoren betreibt zudem Erdölraffinerien und produziert Treibstoffzusätze wie MTBE.

Platz 4

Saudi Basic Industries (Saudi-Arabien)
Unverändert auf dem vierten Platz befindet sich der saudi-arabischer Chemie- und Metall-Konzern Saudi Basic Industries. Mit 39,5 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz reichte es für Metallkonzern nicht für den Sprung unter die Top-3-Chemiekonzerne. Neben Grundchemikalien wie Methanol und Ethanol stellt das Unternehmen aus dem Nahen Osten auch Düngemittel her.

Platz 3

Dow Chemical (USA)
Mit 48,16 Milliarden US-Dollar Umsatz fiel der zukünftige Fusionspartner von DuPont um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr. Die Hauptgeschäftsbereiche des US-Unternehmens aus Midland (Michigan) erstrecken sich auf die Kunststoffherstellung, Vorprodukte für die Wasseraufbereitung, Klebstoffe, Insektiziden, Saatgut und die Herstellung von Grundstoffen wie Chlor und Natronlauge.

Platz 2

Bayer (Deutschland)
Der zweitplatzierte deutsche Konzern (49,2 Milliarden US-Dollar Umsatz 2016) mit Schwerpunkt auf der chemischen und pharmazeutische Industrie plant eine Megafusion mit Monsanto. Damit möchte das Unternehmen seine Agrarchemie-Sparte um genverändertes Saatgut erweitern. Um diese umstrittene Fusion unter Dach und Fach zu bringen, sollen Bayer und Monsanto bereit sein, Firmenteile für 2,5 Milliarden Dollar zu verkaufen.

Platz 1

BASF (Deutschland)
Unveränderter Spitzenreiter mit 60,54 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz: BASF. Der nach Umsatz und Marktkapitalisierung weltweit größte Konzern, mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein, wird sich angesichts der Megafusionen in der Branche künftig neu positionieren müssen. Dabei würde aber, laut Unternehmensführung, mehr Wert auf die Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Geschäftsfelder, als an Größe an sich gelegt werden.

Evonik hatte im Mai angekündigt, für 3,8 Milliarden US-Dollar eine Sparte des US-Konzerns Air Products übernehmen zu wollen. Konzernchef Engel bekräftigte zudem, in den kommenden zehn Jahren mindestens vier Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgeben zu wollen.

Von

rtr

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