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08.02.2016

17:42 Uhr

Ex-Partner von VW

Indien-Geschäft beschert Suzuki Gewinnplus

Das gute Geschäft in Indien treibt den Gewinn des japanischen Autobauers Suzuki. Doch eine Übernahme in der Branche lässt den früheren VW-Partner nun um sein Geschäft auf dem Subkontinent fürchten.

Die Japaner sind Marktführer in Indien. Reuters

Suzuki

Die Japaner sind Marktführer in Indien.

TokioDer japanische Autobauer Suzuki trotzt der wachsenden Konkurrenz auf seinem wichtigen Markt Indien. Das gute Geschäft auf dem Subkontinent trug im dritten Quartal maßgeblich zum Anstieg des operativen Gewinns bei, wie der Konzern am Montag mitteilte.

Allerdings beschränkte sich das Plus bei einem Betriebsgewinn von umgerechnet rund 346 Millionen Euro (45,1 Milliarden Yen) auf ein Prozent, weil höhere Kosten für Forschung und Entwicklung zu Buche schlugen. In Indien beherrscht das Unternehmen fast die Hälfte des Automarkts.

Nach der vollständigen Übernahme des heimischen Kleinwagen-Rivalen Daihatsu durch Weltmarktführer Toyota fürchtet Suzuki dort aber um sein Geschäft. Für das Gesamtjahr 2015/16 senkte der frühere VW-Partner seine Nettogewinn-Prognose um vier Prozent auf 920 Millionen Euro (120 Milliarden Yen). Als Grund führte Suzuki Steuereffekte an.

Welche Automarken den indischen Markt beherrschen

Platz 10

Volkswagen – Marktanteil: 1,7 Prozent

Die Wolfsburger sind auf dem indischen Markt erst seit 2007 vertreten. Die Modelle Jetta, Polo und Vento baut VW im indischen Werk Chakan.

Quelle: Society of Indian Automobile Manufacturers

Platz 9

Nissan – Marktanteil: 1,7 Prozent

Die Japaner sind mit ihrer Marke Datsun auch im Billigsegment unterwegs. Unter dem eigenen Logo werden in Indien unter anderem der Nissan Teana und der Micra verkauft.

Platz 8

General Motors – Marktanteil: 2,1 Prozent

Auf dem indischen Markt arbeiten die Amerikaner mit den chinesischen Hersteller SAIC zusammen. Insgesamt bietet GM derzeit acht verschiedene Modelle der Marke Chevrolet an.

Platz 7

Ford – Marktanteil: 3 Prozent

Der Ecosport aus Indien schaffte sogar den Sprung nach Europa. Seit 1995 sind die Amerikaner wieder auf dem indischen Markt vertreten, zunächst durch ein Joint Venture mit dem lokalen Hersteller Mahindra.

Platz 6

Toyota – Marktanteil: 5,5 Prozent

Zuletzt belasteten massive Arbeitskämpfen in den Werken die Bilanz der indischen Tochter der Japaner. In den beiden Toyota-Fabriken nahe Bangalore im Süden Indiens musste sogar kurzfristig die Produktion eingestellt werden. Dort arbeiten rund 6400 Menschen.

Platz 5

Tata Motors – Marktanteil: 6 Prozent

Der Mutterkonzern von Jaguar und Land Rover ist auf dem Heimatmarkt längst nicht so stark, wie man annehmen könnte. Jüngster Flop der Inder war der Billigwagen Nano, der nur wenig Anklang fand.

Platz 4

Honda – Marktanteil: 6,9 Prozent

Die Japaner planen gerade ihr drittes Werk in Indien. Die Verkäufe entwickeln sich positiv. Immerhin ist die Marke schon seit 1995 auf dem Markt vertreten.

Platz 3

Mahindra & Mahindra – Marktanteil: 8,6 Prozent

Der indische Hersteller ist spezialisiert auf Pickups, leichte Nutzfahrzeuge und Dreirad-Autos. Damit ist die Marke der stärkste rein lokale Hersteller und beschäftigt landesweit 11.600 Menschen.

Platz 2

Hyundai – Marktanteil: 16 Prozent 

Mit dem großen Überraschungserfolg des Santro begann 1996 die Erfolgsgeschichte der Koreaner in Indien. Mittlerweile hat Hyundai zwei Werke in Indien – und weiterhin große Wachstumspläne.

Platz 1

Maruti Suzuki – Marktanteil: 45 Prozent

Das Unternehmen entstand 1981 als Joint Venture der Japaner mit der indischen Regierung und beherrscht seitdem den Markt. Vom Kleinwagen bis zum SUV hat der Hersteller alles im Portfolio, was das indische Autoherz begehrt.

Von

rtr

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