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01.11.2011

21:28 Uhr

Expansionspläne

Eon will 1,5 Milliarden Euro einsparen

Energieriese Eon hat sein Sparpläne für Deutschland konkretisiert: Insgesamt will der Konzern 1,5 Milliarden Euro einsparen - um damit die internationalen Expansionspläne vorzuantreiben.

Eon will im Ausland expandieren - und in Deutschland Stellen streichen. dpa

Eon will im Ausland expandieren - und in Deutschland Stellen streichen.

BerlinNachdem Eon der Vorstandsvorsitzende Johannes Teyssen „gigantische Projekte“ und einen Konzernumbau angekündigt hat, konkretisieren sich auch die Sparpläne für Deutschland. Der Energiekonzern spart sich fit für Großinvestitionen im Ausland und will durch Stellenabbau und Einsparungen insgesamt 1,5 Milliarden Euro jährlich „frei setzen“. Das bestätigte der Leiter der Berliner Eon-Repräsentanz, Joachim Lang, am Dienstag. 

Eon hatte im August bis zu 11.000 Stellen als gefährdet bezeichnet. Das allein entspräche einer Einsparung von rund 750 Millionen Euro, sagte Lang. Weil auch Arbeitsplätze im Ausland betroffen seien, könne man sagen, dass andere Länder für die deutsche Energiewende mitbezahlten. Insgesamt gibt Eon rund fünf Milliarden Euro pro Jahr für Personal aus. Die Abschaltung der Atommeiler Isar1, Unterweser, Krümmel und Brunsbüttel hatte Eon nach der Atomkatastrophe in Japan hatte Eon bereits im Frühjahr 1,9 Milliarden Euro gekostet. 

Die Mittel sollen unter anderem für große Projekte in Brasilien, der Türkei und Indien eingesetzt werden, sagte Lang. In Deutschland seien dagegen Einsparungen bei gemieteten Liegenschaften in München geplant, und die Dienstwagenflotte werde langsamer erneuert, sagte Lang. 

„Eon sieht seine Gewinnchance woanders. Nicht in Europa, sondern dort wo die Wirtschaft schneller wächst,“ sagt Branchenexperte Sven Diermeier von der Firma Independent Research in Frankfurt. 

Brautschauen mit möglichen Partnern im Ausland laufen bereits. Eon prüft mögliche lokale Partner genau, weil die Strukturen teils intransparent und von einzelnen Familien dominiert seien. Lang schloss jedoch aus, dass Eon in einem der Zielländer keinen Partner finden werde.

Von

dapd

Kommentare (3)

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Entwicklungshelfer

01.11.2011, 22:10 Uhr

"Die Mittel sollen unter anderem für große Projekte in Brasilien, der Türkei und Indien eingesetzt werden, sagte Lang."

Gut so. Die Menschen dort haben unsere Hilfe bitter nötig. Viele Menschen dort hungern, haben weder Wasser noch Strom. Ein Engagement von E.ON wird die Menschen in den Entwicklungsländern kräftig voranbringen. Ich spende schon lange für Afrika für Brunnenbauprojekte.

Account gelöscht!

01.11.2011, 23:52 Uhr

Also das viele Menschen in Brasilien und in der Türkei Hungern, grenzt an Absurdum, wie es in Indien aussieht kann ich Ihnen nicht genau sagen, bei über 1.Mrd Bevölkerung und des Kasten system.
Aber das in Brasilien und der Türkei viele Menschen weder Wasser und Strom haben ist nicht richtig.
Ich spreche jetzt mal für mein Land Türkei : 800 000 qkm fläche, viele Flüsse die durch den Hochebenen mit Wasser versorgt werden. Die Türkei hat keinen Strommangel im Gegenteil Sie exportiert Strom in die Nachbarländer ( Georgien, Irak, Iran und Syrien (!) aber wie es z.Z aussieht habe ich keine Informationen darüber, ob nach Syrien weiter exportiert wird, wegen der Krise).
Also bevor Sie hier was Posten sollten Sie sich lieber mal bei Wikipedia oder einschlägigen Internetseiten informieren.

ElBrazilo

02.11.2011, 07:38 Uhr

Auch in Brasilien kann man nicht davon sprechen, dass Menschen verhungern oder afrikanische Verhältnisse herrschen würden.
Die Regierung unter Lula hat sehr viel dagegen unternommen. Ein größeres Problem ist die allgegenwärtige Korruption sowie Kriminalität.

Aber vor allem besteht Anlass zur Sorge, dass EON in diesen Märkten Atomkraftwerke errichten könnte. Der Energiebedarf ist in den aufstrebenden Ländern nach wie vor groß.

Wir exportieren mal wieder unseren "Dreck" dorthin, wo er weit genug weg von uns ist. Ob dabei ein Naturreservat zur Disposition steht. weiß heute niemand.

EONs Probleme sind alle hausgemacht und es erstaunt, dass der Sprecher im Gegensatz zur Konzernleitung verlauten läßt, dass die Energiewende Arbeitsplätze kostet. Das soll er uns mal in Verbindung mit der Auslagerung der IT und den zu überhöhten abgeschlossen Gaslieferverträgen vorrechnen.
EON spürt langsam den Wettbewerb! Und ein träges Regionalmanagement (schauen Sie sich die Herkunft des TOP-Managements an!) ist ohne staatliche Unterstützung masslos überfordert. Da muss man schon mal mit der Rasenmähermethode die Arbeitsplätze kürzen und ein angeblich falscher Auslöser dann herhalten.

Wann kündigt EON an, dass die Preise für die Endverbraucher gekürzt werden. Einsparpotenzial sollte man zügig weitergeben! Immerhin wurde das Geld ja vorher durch Missmanagement sinnlos verprasst oder wie kann man plötzlich Milliardenbeträge angeblich einsparen.

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