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17.07.2012

16:51 Uhr

Explosionsschutz-Spezialist

Bartec geht wieder an Finanzinvestor

Bartec bekommt den dritten Finanzinvestor als Eigentümer. Er will das Unternehmen vor allem im Ausland voranbringen. Der Sicherheitstechnik-Hersteller soll sich zur weltweiten Nummer eins im Explosionsschutz entwickeln.

Bartec produziertgesicherte Geräte, Apparate und Schaltungen für den Einsatz in explosionsgefährdeten Räumen. dpa

Bartec produziertgesicherte Geräte, Apparate und Schaltungen für den Einsatz in explosionsgefährdeten Räumen.

FrankfurtDer baden-württembergische Sicherheitstechnik-Hersteller Bartec bekommt den dritten Finanzinvestor als Eigentümer. Die britische Beteiligungsgesellschaft Charterhouse will das Unternehmen aus Bad Mergentheim vor allem im Ausland voranbringen. "Zusammen wollen wir Bartec zur weltweiten Nummer eins im Explosionsschutz entwickeln", zitierte die Firma am Dienstag Charterhouse-Partner Christian Fehling. Dazu gehören laut Bartec-Chef Ralf Köster auch neue Standorte und Produkte.

Zum Kaufpreis äußerten sich die Beteiligten nicht. In Verhandlungskreisen war von rund 600 Millionen Euro die Rede. Die Offerte bewog CapVis, den Prozess abzukürzen und Charterhouse vorzeitig den Zuschlag zu geben. Auch die US-Industriekonzerne Danaher, Ametek und Honeywell hatten mit um Bartec gebuhlt.

Der schweizerische Finanzinvestor CapVis macht mit Bartec innerhalb von wenigen Tagen zum zweiten Mal Kasse bei einem Investment. Vor kurzem hatte CapVis seinen Mehrheitsanteil am Besteck- und Kaffeemaschinen-Hersteller WMF für 238 Millionen Euro an den US-Investor KKR verkauft und seinen Eigenkapitaleinsatz damit verzweieinhalbfacht. Capvis hatte das Unternehmen erst 2008 von Allianz Capital Partners für rund 300 Millionen Euro übernommen und dafür 205 Millionen Euro an Fremdkapital aufgenommen. Für Charterhouse ist Bartec die siebte Investitionen in seinen neunten, vier Milliarden Euro schweren Fonds.

Bartec produziert mit mehr als 1000 Mitarbeitern besonders gesicherte Geräte, Apparate und Schaltungen für den Einsatz in explosionsgefährdeten Räumen, etwa in der Bergbau-, der Öl- und der Chemieindustrie. Für 2012 erwartet Bartec Bankern zufolge einen operativen Gewinn (Ebitda) von rund 58 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr waren es bei 300 Millionen Euro Umsatz 50 Millionen Euro Ebitda.

Von

rtr

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