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14.01.2007

16:37 Uhr

Export in die USA

GM-Chef zweifelt am Erfolg des Opel Astra

Die deutschen Opelaner haben gejubelt, als sie vor einigen Monaten erfahren haben, dass der Golf-Konkurrent Astra auch in die USA exportiert werden soll. Doch General-Motors-Chef Rick Wagoner ist nicht so zuversichtlich, dass sich der Wagen gut verkauft.

In Deutschland verkauft sich der Opel Astra gut. Und in den USA? Foto: Opel

In Deutschland verkauft sich der Opel Astra gut. Und in den USA? Foto: Opel

HB FRANKFURT. „Als wir das entschieden haben, sahen die Gewinnaussichten besser aus als heute“, sagte Wagoner der „Welt am Sonntag“ zufolge. Jetzt stelle sich das schwerer dar, weil der Euro einfach so stark sei. Der Konzern will den Opel Astra Ende des Jahres unter der Marke Saturn in den Vereinigten Staaten verkaufen.

Der Schritt sei aber nur der erste Teil einer langfristigen Strategie, betonte Wagoner: „In Zukunft könnten wir etwa Kleinwagen für den Weltmarkt in unserem Forschungszentrum in Deutschland entwickeln und sie dann auch in den USA bauen, um das Wechselkursrisiko loszuwerden.“ Beim Astra sei dies allerdings noch nicht der Fall: Mit 30 000 bis 50 000 verkauften Fahrzeugen pro Jahr, wie man es in den USA anstrebe, lohne sich dies nicht, sagte der Konzernchef.

Der Autokonzern will seine europäischen Modelle stärker für den US-Markt nutzen und erwägt auch, die Mittelklasse-Limousine Opel Vectra über den großen Teich zu bringen. Grund ist, dass viele amerikanische Autokäufer sich jüngst für sparsame Autos entschieden haben, weil die Spritkosten extrem gestiegen sind. Dem gegenüber hat GM in den USA aber zu viele der spritschluckenden Trucks im Angebot, die bis vor kurzem so beliebt waren. Neue, eigene Kompaktautos zu entwickeln, dauert zu lange.

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