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21.08.2011

23:11 Uhr

Fabrikbau

General Electric will Uran mit Laserstrahlen anreichern

Seit 2006 arbeitet der US-amerikanische Konzern General Electric an einer Methode, um mit Lasern Uran anzureichern. Die Firma will das Projekt erweitern und eine Fabrik bauen, die etwa eine Milliarde Dollar kosten soll.

In der neuen Fabrik würde Uran im großen Stil angereichert werden ap

In der neuen Fabrik würde Uran im großen Stil angereichert werden

Washington Der US-Konzern General Electric (GE) will laut einem Bericht der „New York Times“ mit einem neuen Projekt im großen Stil Uran mit Hilfe von Laserstrahlen anreichern. Seit zwei Jahren teste GE die Technik zur Herstellung von Brennmaterial für Atomreaktoren erfolgreich in einer Anlage in Wilmington im US-Bundesstaat North Carolina, berichtete die Zeitung am Sonntag.

Christopher Monetta, der Chef von Global Laser Enrichment, einer Tochter von GE und dem japanischen Konzern Hitachi, sagte der Zeitung, derzeit würden Pläne für eine Erweiterung des Projekts vollendet. Dem Bericht zufolge hat das Unternehmen bei den US-Behörden die Genehmigung für den Bau einer rund eine Milliarde Dollar (694 Millionen Euro) teuren Fabrik beantragt, um „in großer Menge“ Brennstoff für Atomkraftwerke herzustellen. Nach Angaben Monettas könnte die Anlage jährlich ausreichend Uran herstellen, um bis zu 60 Atomreaktoren mit Brennstoff zu versorgen.

Die Pläne rufen laut der „NYT“ Befürchtungen von Gegnern einer Verbreitung von Atomwaffen hervor. Diese befürchten demnach, dass die Technik Staaten wie dem Iran oder Terrorgruppen in die Hände fallen könnte und diese damit Atomwaffen herstellen könnten. Uran muss auf etwa vier Prozent angereichert werden, damit es als Brennstoff in Atomkraftwerken genutzt werden kann. Bei einem Anreicherungsgrad von mehr als 90 Prozent kann es zum Bau von Atombomben verwendet werden.

Die Technik, Uran mit Hilfe von Laser anzureichen, ist laut „NYT“ bereits seit den 60er Jahren bekannt. Die Forschung auf dem Gebiet wurde demnach aber mehr oder weniger aufgegeben, weil es unwahrscheinlich erschien, dass die Technik jemals profitabel sein könnte. Australischen Wissenschaftlern gelangen dann aber in den 90er Jahren bedeutende Fortschritte.

GE soll 2006 ein entsprechendes Patent erworben haben. Staaten wie der Iran reichern Uran mit Zentrifugen an. Dazu werden große Industrieanlagen benötigt, die sich nur schwer verbergen lassen. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernkraft nach Atomwaffen zu streben, was Teheran zurückweist.

Von

afp

Kommentare (1)

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Rohling

22.08.2011, 07:54 Uhr

nichts neues fuer die USA: immer vom Frieden faseln, aber staendig an der Superbombe basteln!

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