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07.05.2012

13:54 Uhr

Fahrzeug-Geschäft

Porsche Holding verliert durch Verkaufsoption

Die Porsche Holding kämpft weiter mit Verlusten aus dem Optionsgeschäft. Im ersten Quartal verbuchte die Holding für den geplanten Verkauf des Fahrzeug-Geschäfts an Volkswagen erneut einen Verlust von 810 Millionen Euro.

Der Zusammenschluss von Porsche und VW läuft im Schneckentempo. dpa

Der Zusammenschluss von Porsche und VW läuft im Schneckentempo.

StuttgartDer geplante Verkauf des Fahrzeug-Geschäfts an den Partner Volkswagen kommt die Porsche Holding weiter teuer zu stehen. Im ersten Quartal verbuchte die Holding für die Verkaufsoption erneut einen Verlust von 810 Millionen Euro, der den Gewinn nach Steuern erheblich auf 327 Millionen Euro drückte, wie der Konzern am Montag in Stuttgart mitteilte. Vor Jahresfrist hatte die Holding einen Nachsteuergewinn von 691 Millionen Euro ausgewiesen.

Von den rund laufenden Geschäften beim Volkswagen-Konzern - an dem die Holding die Hälfte der Stimmrechte hält - und dem Boom beim Absatz der Porsche-Fahrzeuge blieb daher zu Jahresbeginn erneut nur ein Bruchteil in der Kasse hängen. Ohne die Abwertung der Verkaufsoption hätte die Porsche Holding in den Monaten Januar bis März 1,169 Milliarden Euro verdient. Bei der Verschuldung trat die Holding weitgehend auf der Stelle: Die Netto-Schulden verringerten sich zu Jahresbeginn marginal um 14 Millionen Euro auf 1,51 Milliarden Euro. Zuletzt flossen allerdings 331 Millionen Euro Dividende aus der Beteiligung an VW zu.

Die Porsche Holding und VW haben vor drei Jahren ihren Zusammenschluss vereinbart, das Vorhaben kommt aber wegen der immensen rechtlichen und steuerlichen Risiken nur im Schneckentempo voran. Porsche kann VW Ende dieses Jahres erstmals zur Übernahme eines gut 50-prozentigen Anteils seines Fahrzeuggeschäfts zwingen, der Fiskus dürfte dann Steuern von deutlich mehr als einer Milliarde Euro einfordern.

Im Gegenzug kann VW ab Frühjahr kommenden Jahres von der Porsche Holding die Herausgabe des restlichen Anteils an der Porsche AG verlangen, der VW noch nicht gehört. Dieses Optionsgeschäft hat Porsche bereits viel Geld gekostet und VW viel Gewinn eingebracht, da die Bewertung der Optionen sich für den Wolfsburger Konzern vorteilhafter entwickelte.

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Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

08.05.2012, 01:51 Uhr

Wer andern ein Grube gräbt.....!
Und sich mit einem Herrn Piech anlegt,der nun wirklich mehrfach in seinem Leben gezeigt hat das man unmögliches möglich macht.
Porsche ist eine sehr wertvolle Marke,die bei eingliederung in die Volkswagengruppe das Fahrzeugangebot abrundet.

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