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03.05.2013

14:34 Uhr

Fahrzeugmarkt

Pkw-Nachfrage erholt sich im April

Die Deutschen kaufen wieder mehr Autos. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Neuzulassungen wieder leicht zugelegt. Doch eine Trendwende ist der Anstieg noch nicht.

Die Neuzulassungen sind im April leicht gestiegen. Im März waren sie noch um 17 Prozent eingebrochen. dpa

Die Neuzulassungen sind im April leicht gestiegen. Im März waren sie noch um 17 Prozent eingebrochen.

HamburgDie Autokäufer in Deutschland kehren nach dem langen Winter langsam zu den Autohändlern zurück: Die Pkw-Neuzulassungen legten im April um 3,8 Prozent auf 284.000 Einheiten zu, wie das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt am Freitag mitteilte. Das ist der erste nennenswerte Zuwachs seit fast einem Jahr. Der Importeursverband VDIK führte das Plus auf eine Zunahme bei den Privatkäufen zurück. Allerdings hatte der April auch zwei Arbeitstage mehr als im vergangenen Jahr.

Seit Jahresanfang zusammengerechnet lagen die Neuanmeldungen aber 8,5 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) begründete den schwachen Jahresstart mit der Verunsicherung vieler Verbraucher durch die Schuldenkrise. Der ungewöhnlich lange Winter habe diesen Trend verstärkt. "Wir gehen zwar davon aus, dass sich die Lage am deutschen Markt im zweiten Halbjahr bessert", erklärte Verbandschef Matthias Wissmann.

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Ganz aufzuholen sei der Rückgang aus den ersten Monaten aber wohl nicht - auch nicht durch hohe Rabatte. Deshalb senkte der VDA die Absatzprognose auf 2,9 bis drei Millionen Einheiten. Bisher war der Verband für dieses Jahr von gut drei Millionen Neuregistrierungen ausgegangen.

Die Importeure hoffen, dass der private Konsum schon im Mai anzieht und die Pkw-Nachfrage dadurch einen Schub erhält. Dahinter steckt die Erwartung, dass die Verbraucher ihr Geld lieber zum Autohändler tragen als es bei den niedrigen Zinsen auf der Bank liegen zu haben.

Bis auf BMW (minus 10,2 Prozent), Mini (minus 18,3) und Smart (minus 12,1) verzeichneten alle deutschen Marken laut KBA im April Zuwächse. Porsche kam sogar auf ein Zulassungsplus von 16 Prozent. Die kriselnde GM -Tochter Opel legte bei den Verkaufszahlen um sieben Prozent zu. Dagegen verkaufte GM-Partner Peugeot ein Viertel weniger als vor Jahresfrist. Unangefochtener Platzhirsch war auch im April die Marke VW, die vier Prozent mehr Wagen auf die Straße brachte.

Die Autobauer profitieren davon, dass die Pkw-Nachfrage außerhalb Europas hoch ist und sie die Schwäche auf dem Heimatmarkt dadurch wettmachen können. Der Ordereingang aus dem Ausland sei im April um zehn Prozent gestiegen, berichtete der VDA. Im abgelaufenen Monat seien 367.300 Fahrzeuge ins Ausland verschifft worden, elf Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Fabriken hatten gut zu tun: Von den Produktionsbändern rollten im April über eine halbe Millionen Autos - 17 Prozent mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn hinkt die Produktion allerdings fünf Prozent hinter dem vergangenen Jahr hinterher.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Schwarzfahrer

03.05.2013, 15:01 Uhr

Schon witzig:

Das Hb weist eine leichte Zunahme der Zulassen aus, unter anderem durch eine stärkere Nachfrage durch Privatpersonen. ein Konkurrenzblatt aus dem Süden mit eine "F" vorneweg weist ein Wegbrechen der privaten Käufer aus. Allerdings in einem langfristigen Zusammenhang, während das Hb wohl eher auf einen kurzfristigen, saisonalen Effekt zielt.

So macht der Medienkonsum Spaß und es lohnt sich, doch immer mal wieder mehr als eine Quelle zu lesen, um ein ganzheitliches Bild zu bekommen.

Kartenhaus

03.05.2013, 15:20 Uhr

Auch wenn es ganz schwer zu verstehen ist, die Neuzulassungen haben durch die Eigenzulassungen des Handels und der Hersteller für den Verkauf keine Aussagekraft.

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