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19.07.2012

11:58 Uhr

Farbenhersteller

Akzo Nobel übertrifft Markterwartungen

Die Geschäftszahlen des weltgrößten Farbenherstellers Akzo Nobel haben die Erwartungen des Marktes übertroffen. Das operative Ergebnis (Ebitda) des niederländischen Konzerns lag bei 593 Millionen Euro.

Produkte des weltgrößten Farbenherstellers Akzo Nobel. Reuters

Produkte des weltgrößten Farbenherstellers Akzo Nobel.

AmsterdamDer weltgrößte Farbenhersteller Akzo Nobel stemmt sich mit höheren Preisen und anhaltenden Sparanstrengungen gegen die raue Konjunktur. Mit seinen am Donnerstag vorgelegten Gewinnzahlen zum zweiten Jahresviertel übertraf der niederländische Konzern die Erwartungen der Börsianer.

"Insgesamt war die Geschäftsentwicklung in unserem zweiten Quartal solide angesichts des zunehmend schwieriger werdenden Konjunkturumfelds", erklärte Vorstandschef Ton Büchner, der im April das Ruder von seinem Vorgänger Hans Wijers übernommen hatte.

Bei Anlegern kam das Zahlenwerk gut an: Die Akzo-Nobel-Aktie legte zeitweise um mehr als vier Prozent zu. Der BASF -Konkurrent erwirtschaftete von April bis Juni einen operativen Gewinn (Ebitda) von 593 Millionen Euro, ein Plus von acht Prozent binnen Jahresfrist. Analysten hatten nur mit 565 Millionen gerechnet.

Seinen Umsatz steigerte der Hersteller von Dulux-Wandfarben und Schönox-Spachtelmassen um ebenfalls acht Prozent auf 4,41 Milliarden Euro. Akzo Nobel erhöhte Preise und profitierte von günstigen Wechselkursverhältnissen. Demgegenüber stand allerdings ein Absatzrückgang von zwei Prozent. Die Schuldenkrise in Europa drückte auf die Nachfrage. Auch die Geschäfte in manchen Ländern Asiens liefen schwach.

Fortschritte erzielte das Management bei der Umsetzung seines im Oktober aufgelegten Sparprogramms. Es entlastete Akzo Nobel im ersten Halbjahr um 65 Millionen Euro, 200 Millionen Euro sollen es im Gesamtjahr sein. Damit will das Management unter anderem erreichen, dass die operative Konzernrendite (Ebitda-Marge) im Zielkorridor von 13 bis 15 Prozent landet. Im zweiten Quartal lag sie bei 13,5 Prozent.

Für Akzo Nobel bleibt das gesamtwirtschaftliche Umfeld weiterhin der größte Unsicherheitsfaktor. "Die Sorgen fokussieren sich vor allem auf das Risiko einer Rezession in Europa, auf eine sich verzögernde Erholung im US-Immobilienmarkt und die Möglichkeit einer Abschwächung in Asien", erklärte der Vorstand.

Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr gab das Management nicht. Wie es um die Geschäfte der großen deutschen Chemieunternehmen zur Jahresmitte bestellt ist, dürfte in einigen Tagen klarwerden. Branchenprimus BASF will am 26. Juli seinen Quartalsbericht vorlegen, Konkurrent Bayer am 31. Juli.

Von

rtr

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