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21.10.2013

09:49 Uhr

Farbenkonzern

Akzonobel wegen Konjunkturflaute glanzlos

Den Quartalsgewinn steigert der weltgrößte Farbenhersteller Akzonobel zwar, die Erwartungen erfüllt der niederländische Konzern damit aber nicht. Der Umsatz des BASF-Konkurrenten geht zurück.

Das Firmenschild der niederlaendischen Akzonobel Industrial Chemicals GmbH: Schon seit mehreren Quartalen bekommt die Firma die schwache Verbrauchernachfrage zu spüren. dapd

Das Firmenschild der niederlaendischen Akzonobel Industrial Chemicals GmbH: Schon seit mehreren Quartalen bekommt die Firma die schwache Verbrauchernachfrage zu spüren.

AmsterdamDer weltgrößte Farbenhersteller Akzonobel kämpft sich durch die anhaltende Konjunkturflaute. Der BASF-Konkurrent steigerte trotz der weiter niedrigen Nachfrage nach Farben und Chemikalien den Kerngewinn im dritten Quartal zwar um gut sechs Prozent auf 456 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit verpassten die Niederländer die Erwartungen der Analysten aber knapp. Der Umsatz sank zudem um fünf Prozent auf 3,78 Milliarden Euro.

Bereits im Sommer hatte Akzonobel eingeräumt, wegen der schlechtere Wachstumsperspektiven für Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien zusätzliche Restrukturierungsmaßnahmen umzusetzen. Für das vierte Quartal sollen dafür noch einmal 160 Millionen Euro verbucht werden, für das Gesamtjahr belaufen sich die Belastungen auf rund 300 Millionen Euro. Damit dürfte der Betriebsgewinn vor Sonderposten für das Gesamtjahr den Vorjahreswert von 908 Millionen Euro nicht überschreiten, teilte Akzonobel mit.

Das sind die größten Chemieunternehmen Deutschlands

Platz 10

Das Ranking der umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen eröffnet Beiersdorf. Die Hamburger sind vor allem als Kosmetikhersteller mit Nivea und Co. bekannt. Umsatz 2012: 6,0 Milliarden Euro.

Platz 9

Die Lanxess AG ist ein Ableger von Bayer. Der Spezialchemie-Konzern machte 2012 einen Umsatz von 9,1 Milliarden Euro. Das reicht für den neunten Platz.

Platz 8

Das Chemie- und Pharmaunternehmen Merck KGaA mit Sitz in Darmstadt kommt auf Rang acht der Rangliste. 2012 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro.

Platz 7

Der Essener Konzern Evonik hat im Jahr 2012 einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das reicht für Platz sieben.

Platz 6

Boehringer Ingelheim ist das zweitgrößte forschende Pharmaunternehmen in Deutschland. Der Umsatz 2012: 14,7 Milliarden Euro.

Platz 5

Der Spezialgase-Spezialist Linde kommt auf den fünfte Rang der umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen. 2012 lag der Umsatz bei 15,3 Milliarden Euro.

Platz 4

Henkel kommt auf den vierten Platz der Rangliste. Der Düsseldorfer Konzern ist vor allem bekannt für Persil-Waschmittel und Pritt-Kleber. Der Umsatz 2012: 16,5 Milliarden Euro.

Platz 3

Das Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen Fresenius ist einer der größten Krankenhausbetreiber Deutschlands. Das Bad Homburger Unternehmen erzielte einen Umsatz von 19,3 Milliarden Euro (inklusive Pharma).

Platz 2

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer ist die deutsche Nummer zwei. Der Umsatz 2012 betrug 39,8 Milliarden Euro (inklusive Pharma).

Platz 1

BASF ist das weltweit größte Chemieunternehmen. Die Ludwigshafener haben im Jahr 2012 einen Umsatz von 78,7 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Schon seit mehreren Quartalen bekommt die Firma die schwache Verbrauchernachfrage zu spüren. Auch von Seiten der Häuslebauer in den USA und Europa gingen zuletzt keine Impulse aus. AkzoNobel stellt neben Farben unter anderem Spezialbeschichtungen für Autos, Flugzeuge und Schiffe her.

Akzonobel-Aktien legten im frühen Handel um sechs Prozent zu.

Von

rtr

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